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Das neue MittendrinTicket für Kassel

Am 1. Juli startet das MittendrinTicket für alle Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen mit Erstwohnsitz in Kassel. Es ist mit 35 Euro um 28 Euro wesentlich preisgünstiger als das vergleichbare Diakonie-Ticket und kann ganztätig im Tarifgebiet KasselPlus genutzt werden.

Preislich liegt das Kasseler MittendrinTicket damit deutlich unter den Tarifen vergleichbarer Sozialtickets in anderen deutschen Städten. Zudem können montags bis freitags ab 19 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen eine weitere Person und alle zum Haushalt gehörenden Kinder unter 18 Jahren im ganzen NVV-Gebiet kostenfrei mitfahren. 

Für Bürgermeisterin Ilona Friedrich ist das MittendrinTicket ein wichtiger Meilenstein der Sozialpolitik der Stadt Kassel: „Als Bestandteil der seit zwei Jahren existierenden Mittendrin! Teilhalbecard, die es Sozialleistungsempfängern ermöglicht, vergünstigt an Bildungs-, Sport- und Kulturangeboten teilzunehmen, haben wir nun mit dem MittendrinTicket einen weiteren Baustein geschaffen, der zur sozialen Gerechtigkeit in Kassel beiträgt. Teilhabe durch Erwerbsarbeit, Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit, Arztbesuche, Behördengänge oder Naherholung in der Region – all das möchten wir mit dieser neuen Fahrkarte unterstützen und erleichtern.“

Mobilität ohne Kompromisse zu einem fairen Preis! Sie haben in guter Zusammenarbeit das MittendrinTicket auf die Schiene gesetzt (v.l.n.r.): Steffen Müller (NVV-Geschäftsführer), Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Dr. Thorsten Ebert (KVG-Vorstand).

Folgende Sozialleistungen berechtigen zum Erwerb des Tickets

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (SGB II), Leistungen zur Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII), Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Wohngeld. Ein neu gestalteter, zwischen der Stadt, der KVG und dem NVV abgestimmter Berechtigungsnachweis ist zunächst Voraussetzung für den Kauf der Fahrkarte. Wer schon einen Berechtigungsnachweis für das Diakonieticket hat, kann diesen auch für das MittendrinTicket nutzen. Ab 2021 reicht die Vorlage der Mittendrin! Teilhabecard beim Kauf des MittendrinTickets aus. Gesonderte Berechtigungsnachweise sind dann nicht mehr erforderlich.

Bürgermeisterin Ilona Friedrich lobt die gute Zusammenarbeit mit NVV und KVG: „Gemeinsam ermöglichen wir Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, größtmögliche Mobilität zu einem fairen Preis. Dafür bedanke ich mich bei allen an der der Planung und Umsetzung beteiligten Fachleuten innerhalb der Stadtverwaltung, der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft und dem Nordhessischen VerkehrsVerbund sehr herzlich. Auf das einzigartige Angebot des MittendrinTickets können wir gemeinsam stolz sein!“ Die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung des neuen Tickets mit einem Ausgleichsbetrag für entgangene Einnahmen der Verkehrsbetriebe. Im städtischen Haushalt ist hierfür ein jährlicher Betrag in Höhe von 500.000 Euro vorgesehen. 

„Das neue Mittendrin-Ticket haben wir sehr gerne auf die Schiene gesetzt, weil alle Menschen mit kleinem Geldbeutel davon profitieren können. Es sorgt so für günstige und gute Mobilität in der Region. Damit steht abwechslungsreichen Ausflügen in die nordhessische Umgebung nichts im Wege – und das am Wochenende mit der ganzen Familie. Das ist mir neben dem günstigen Preis für Menschen mit geringerem Einkommen eine Herzensangelegenheit, da in dieser Zeit damit viele Menschen die Chance auf einen regelmäßigen Tapetenwechsel bekommen“, so NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. 

“Wir haben bereits 2007 in einer sehr erfolgreichen Kooperation mit der Stadt Kassel und dem Diakonischen Werk Region Kassel das bisherige Diakonieticket eingeführt und freuen uns, dass wir nun dieses sehr gut genutzte Angebot noch attraktiver gestalten können“, erklärt KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert.


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