Machbarkeitsstudie Zentrum für Begegnung und Bildung

Im Stadtteil Forstfeld auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule soll ein neues Zentrum für Begegnung und Bildung entstehen und Sie als Bewohnerinnen und Bewohner Forstfelds sind herzlich eingeladen mitzudenken, mitzumachen und mitzugestalten.

Entstehen soll ein Ort, der im Stadtteil Brücken schafft. Gemeinsam entwickeln wir Ideen für diesen Ort bis hin zu einem Konzept für den Standtort. Vieles ist möglich, aber dafür braucht es Ihr Wissen: Was möchten Sie in und mit Ihrer Nachbarschaft erleben? 
Dies wollen wir an drei Werkstatt-Terminen in diesem Jahr in Erfahrung bringen und hoffen auf Ihre Lust dabei mitzuwirken. 

Stadtplanung und Amt für Schule und Bildung haben das Architekturbüro die Baupiloten aus Berlin eingeladen, die Werkstätten zu moderieren und Vorstellungen und Ideen in architektonische Pläne zu übersetzen, die eine Grundlage für die Umsetzung bieten. Die Machbarkeitsstudie zum Zentrum für Begegnung und Bildung wird unterstützt durch das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt. 
Die Baupiloten sind ein Architekturbüro, das seit 2003 Partizipationsverfahren und alle bauplanerischen Leistungsphasen bearbeitet. Aus dieser Erfahrung heraus ist es ihnen möglich, professionelle Partizipationsverfahren zu entwickeln und durchzuführen, ohne den Blick auf Potenziale und Grenzen der zukünftigen Architektur zu verlieren. 

Für die Beteiligung der Menschen vor Ort haben sie vielfältige Methoden entwickelt und über die Jahre erprobt und optimiert. Die drei Werkstatt-Termine in Forstfeld bestehen aus mehreren aufeinander aufbauenden Methoden, die es ermöglichen, Bedürfnisse und Wünsche unvoreingenommen zu sammeln und nach und nach zu einem gemeinsamen Konzept zusammenzuführen. 

Der Auftakt im Juni: Was möchten Sie in Forstfeld erleben?

Am 24. Juni waren die vom Amt für Schule und Bildung und der Stadtplanung beauftragten Baupilotinnen mit dem mobilen Wünschearchiv unterwegs, um die Menschen im Stadtteil über den Prozess zu informieren und einzuladen, mitzugestalten. Einen Tag später gab es durch eine Vortragsveranstaltung mit Dr. Susanne Hofmann, Bürogründerin der Baupiloten, einen Überblick zu zukunftsweisenden Orten der Begegnung und Bildung. Anhand von Referenzprojekten aus Erlangen, Berlin und Zürich eröffnete sie Einblicke in die Beteiligungsexpertise bei der Entwicklung von Bildungs‐ und Stadträumen. Im Fokus stand eine kooperative nachhaltige städtebauliche Entwicklung von Stadtquartieren unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.  

Am 26. Juni fand dann die Auftaktwerkstatt zur Machbarkeitsstudie für das Zentrum für Begegnung und Bildung in Forstfeld statt. Mehr als 40 Personen haben an der Veranstaltung auf dem Grundschulhof teilgenommen. Forstfelder Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Generationen, Stadtteilakteure aus Ortsbeirat, Grundschule, Familienbildung, Jugendarbeit, Kirche usw. und Beteiligte aus der Stadtverwaltung waren vertreten. Angeknüpft wurde an Veranstaltungen aus den Jahren 2019 und 2020 im Kontext der Verknüpfung von Stadtentwicklung und Bildung innerhalb der Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Kasseler Osten. Auch die Ergebnisse der ersten Beteiligungsaktion, der Ideen‐Stadtteilkarte, wurde während der Auftaktwerkstatt vorgestellt und diskutiert.

Die Ideen-Stadtteilkarte war bereits im April und Mai von mehr als 120 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ausgefüllt worden. Beliebte Orte und Potenziale im Stadtteil galt es aufzudecken.

Nach dem Kennenlernen von Ort, Beteiligten und dem was bereits durch den bisherigen Prozess an Erfahrungen und Wissen zur geplanten Forstfelder Mitte vorliegt, ging es im zweiten Teil der Werkstatt konkret weiter: Gemeinsam wurden Ideen entwickelt für das, was das neue Begegnungszentrum zukünftig seinem Stadtteil bieten soll.


Visionenwerkstatt am 4. September

Das, was Forstfelderinnen und Forstfelder in ihrem Stadtteil erleben möchten, galt es gemeinsam zu verhandeln. In der Visionenwerkstatt wurden viele unterschiedliche Bedürfnisse zu einer gemeinsamen Idee zusammengebracht. Erwachsene, Jugendliche und Kinder haben teilgenommen und ihr wertvolles Alltagswissen und ihre Visionen eingebracht und miteinander verhandelt. 

Im Rahmen der Werkstatt gab es auch die Möglichkeit zu einer Erkundungstour zur nahegelegenen Brache und den Freiflächen in Forstfeld-Mitte, um Eindrücke zu teilen und gemeinsam auf neue Ideen zu kommen. Im dritten Workshop wurden aus Referenzprojekten Aspekte ausgewählt, die die Teilnehmenden sich gut in Forstfeld-Mitte vorstellen könnten und die auch in Ihren Stadtteil passen.

"Das Herz soll einem da aufgehen!"

Atmosphärenforschung stand ebenfalls auf dem Programm der Visionenwerkstatt. Hier entstanden spielerisch die individuellen Wunschvorstellungen zur Atmosphäre und dem Charakter des Ortes über Mosaike-Collagen. Dabei wurde zu dem Zentrum als Ganzes, zu einzelnen Bereichen oder dem Außengelände gearbeitet. Bei diesem Workshop wurden Atmosphären ausgelotet, in denen man sich in den jeweiligen Räumlichkeiten wohl fühlen würde und gemeinsam hinterfragt, welche Erwartungen an die Aktivitäten in diesen Räumen bestehen. Aus den durch die Collagen entwickelten Geschichten lassen sich atmosphärische und programmatische Wunschvorstellungen lesen, aus denen sich Leitmotive für den Entwurf ableiten lassen, die nicht nur die aktuell geforderte Funktion berücksichtigen, sondern auch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer für zukünftige Nutzungsmöglichkeiten und Raumqualitäten. 

Aus den Ergebnissen werden die Baupiloten nun Schwerpunkte für das Projekt formulieren und das Zusammenspiel der gemeinschaftlich nutzbaren Innen‐ und Außenflächen erarbeiten.


Ergebniskonferenz am 29. Oktober, 17 bis 19.30 Uhr in der Turnhalle Heinrich-Steul

Die in der Visionenwerkstatt entwickelte Idee für das Zentrum in Forstfeld wird vorgestellt. Die Ergebnisse sollen nun gemeinsam optimiert werden.
Kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! 

Ideen – Visionen – 
Ergebnisse

Freitag, 29. Oktober 2021
17 bis 19.30 Uhr
Turnhalle Heinrich-Steul
Forstbachweg 16 

Sie wünschen Betreuung für Ihr Kind oder Ihre Kinder während der Veranstaltung? Bitte bei der Anmeldung ankreuzen!

Es gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen, getestet.

Bitte bringen Sie für Turnhallen geeignete Schuhe mit, alternativ erhalten Sie von uns Schuhüberzieher.

Gern können Sie sich auch anmelden (siehe weiter unten) – das unterstützt uns in der Vorbereitung. 

Wir freuen uns auf Sie!

Anmeldung zur Ergebniskonferenz am 29. Oktober (optional)
Anrede
Anmeldung Kinderbetreuung

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