Mehrgenerationenpark Großalmeroder Straße

Mit Fördergeldern aus dem Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ wurde der Spielplatz an der Großalmeroder Straße zu einem Mehrgenerationenpark umgebaut. Durch neue Spiel‐, Sport‐ und Freizeitangebote entstand ein multifunktionaler, modern gestalteter Freiraum für jedes Alter.

Die Grünanlage mit dem Spielplatz an der Großalmeroder Straße lag etwas unscheinbar neben dem Hochbunker Agathof. Insbesondere wegen des vitalen Baumbestandes ist die Grünanlage ein wichtiger Freiraum für den Stadtteil Bettenhausen. Da der Spielplatz in die Jahre gekommen war und nur noch einen begrenzten Spiel- bzw. Freizeitwert bot, wurde er 2025 zu einem kleinen Mehrgenerationenpark umgestaltet.

Beteiligung

Um den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, wurden sie vorab im Planungsprozess beteiligt und konnten über zahlreiche mögliche Nutzungsangebote und drei Vorentwurfsvarianten abstimmen, aus denen dann der finale Entwurf entstand. Der Entwurf sieht eine verbindende Gestaltung zusammen mit der benachbarten Freifläche zwischen dem Stadteilzentrum Agathof und dem Hochbunker vor. Beide Freiräume werden gestalterisch durch einen einheitlichen Bodenbelag miteinander verbunden. Aufgrund der Größe des zur Verfügung stehenden Raums, des Baumbestandes und den Anforderungen an den Hochwasserschutz konnten nicht alle Wünsche der Bürgerinnen und Bürger erfüllt werden.

Der Sandspielbereich wurde erneuert und um mehrere, den Altersklassen entsprechende Spielangebote sowie um eine Sportkombination (Calisthenics) ergänzt. Zudem wurden mehrere Aktivitätsbereiche wie z.B. ein Schachfeld, eine Skipping-Bahn und eine Boulebahn integriert. Skipping ist eine Laufübung, bei der mit hoher Schrittfrequenz und geringem Raumgewinn die Knie angezogen werden ("Kniehebelauf"). Die Übung schult u.a.  das Aufsetzen der Füße und die Körperhaltung, sie verbessert die Beweglichkeit der Sprunggelenke und die Koordination. Die neue Boulebahn musste in den Weg integriert werden, der rund um den kleinen Park führt, um die Wurzeln der ortsprägenden Bäume zu schützen. Neu ist auch ein kleiner, zentraler Platz- und Veranstaltungsbereich mit Sitzgelegenheiten.

Planungsentwurf für den Mehrgenerationenpark

„Durch die Umgestaltung der Grünfläche als Mehrgenerationenpark im Kontext der räumlichen Verzahnung mit den benachbarten kulturellen Einrichtungen wird dieser Freiraum zu einem außergewöhnlichen Ort, der dem Anspruch an zeitgemäße Gestaltung und variabler, vielfältiger Nutzung gerecht wird“, betont Dr. Anja Starick, Leiterin des Umwelt‐ und Gartenamts.

Die Baukosten inclusive der Planungskosten für die grundlegende Neugestaltung beliefen sich auf rund 600.000 Euro.