Erweiterungsbau Kita Mattenberg

Bis Ende 2026 entstehen im Stadtteil Oberzwehren 65 neue Betreuungsplätze in der Kita Mattenberg. Durch einen Erweiterungsbau wird die Einrichtung künftig mehr Kindern einen ganztägigen Betreuungsplatz bieten. Zudem wird ein neues Familienzentrum für die Stadtteile Mattenberg, Brückenhof und Schenkelsberg geschaffen.

Die Sanierung des bestehenden Kita‐Gebäudes hat bereits im Sommer 2023 begonnen. Mit dem Erweiterungsbau reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U3) und setzt einen Schwerpunkt im Bildungs‐ und Erziehungsbereich. Nach Fertigstellung werden 147 Kinder die Kita Mattenberg besuchen können.

Nachhaltige Bauweise und moderner Neubau

Der zweigeschossige Erweiterungsbau der Kita Mattenberg wird in Holzmassivbauweise mit vorgehängter Holzfassade errichtet und erhält ein Gründach. Die Gebäudeform wurde so entwickelt, dass ein größtmöglicher Teil des vorhandenen Baumbestands erhalten bleibt. Dadurch stehen den Kindern und dem Kita-Team weiterhin schattige Außenbereiche zur Verfügung und die sommerliche Aufheizung des Gebäudes wird reduziert.

Der Erweiterungsbau entsteht auf der südlich gelegenen Freifläche der Kita und wird direkt an das Bestandsgebäude angebunden. Zur Herstellung einer funktionalen Verbindung zwischen Alt- und Neubau wurde ein Teil des Bestands zurückgebaut. Ein barrierefreies Brückenbauwerk in Form eines Laubengangs verbindet das Obergeschoss des Neubaus mit der neuen Spielfläche im Süden, die sich aufgrund der Hanglage gut in die Umgebung einfügt.

Mit dem Erweiterungsbau wird die Anzahl der Kita-Gruppen von drei auf sechs erhöht. Das Gebäude ist teilweise unterkellert. Die Gebäudehülle sowie das Brückenbauwerk sind fertiggestellt, derzeit erfolgt der Innenausbau. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 8,65 Millionen Euro.

Mehr Platz und neue Angebote

Mit dem Erweiterungsbau entstehen drei zusätzliche Gruppenräume. Die Kita wird künftig sechs Gruppen umfassen. Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes werden Verwaltungs‐ und Nebenräume neu angeordnet. Zudem entsteht hier das Familienzentrum, das unter anderem Erziehungsberatung, Bildungsangebote, Gewaltprävention sowie U3-Spielkreise und Elternbildung (z.B. Deutschkurse, Medienkompetenz) anbietet.

Das Jugendzentrum bleibt im Untergeschoss erhalten, der Hort befindet sich weiterhin im Obergeschoss.

Barrierefreiheit für alle

Im Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit einer über zwei Etagen reichenden Eingangshalle. Hier schließt sich ein Multifunktionsraum an, der sich barrierefrei zum Garten hin öffnen lässt. Der daran angrenzende Krippenbereich für Kinder unter drei Jahren ist über einen Flur mit erweitertem Spielbereich erreichbar. Eine sogenannte „Stiefelschleuse“ (ein Bereich, in dem Kinder ihre Schuhe wechseln können, um Schmutz aus den Innenräumen fernzuhalten) ermöglicht den Kindern und Betreuern den barrierefreien Zugang zum Garten. Auch die Gruppenräume im Erdgeschoss sind mit bodentiefen Fenstern ausgestattet und öffnen sich ebenfalls barrierefrei zum Garten hin. Die Schlafräume liegen auf der Nordseite des Gebäudes.

Im Obergeschoss befinden sich weitere Gruppenräume, aufgeteilt in zwei altersgemischte Gruppen (zwei bis sechs Jahre) und zwei Regelgruppen (ab drei Jahre). Auch hier sind alle Gruppenräume zum Garten ausgerichtet und verfügen über bodentiefe Fenster, die den barrierefreien Zugang zum vorgelagerten Balkon ermöglichen. Die Erschließung der Gruppenräume erfolgt über Flure, die an die Eingangshalle anschließen. Diese Flure bieten zusätzlichen Platz für Garderoben, Schränke und eine erweiterte Spielfläche für den altersgemischten Bereich.

Die barrierefreie Verbindung zwischen dem Erd‐ und Obergeschoss wird durch einen Aufzug in der Eingangshalle sichergestellt.

Im Teiluntergeschoss sind Technikräume untergebracht, die für die haustechnische Anbindung des Neubaus an das bestehende Gebäude sorgen. Dort befindet sich auch die zentrale Lüftungsanlage mit energieeffizienter Wärmerückgewinnung.