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Kampagne SCHULRADELN: Teams aus acht Schulen legten über 92.000 Kilometer zurück

Abschlussveranstaltung Stadtradeln; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski
Abschlussveranstaltung Stadtradeln: (vorne v.l.n.r.) Uwe Petersen, Schulleiter Wilhelmsgymnasium, Anne Grimm, Radverkehrsbeauftragte, Stadträtin Anne Janz sowie Stadtrat Dirk Stochla.

856 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Mitarbeiter von acht Kasseler Schulen sind im Rahmen der bundesweiten Kampagne SCHULRADELN 2018 kräftig in die Pedale getreten: Vom 7. bis 27. September haben sie über 92.000 Kilometer zurückgelegt und so mehr als 13 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Schuldezernentin Anne Janz und Verkehrsdezernent Dirk Stochla zeichneten die Teilnehmer bei der Abschlussveranstaltung im Wilhelmsgymnasium aus.

Am diesjährigen Schulradeln hatten sich die Albert-Schweitzer-Schule, das Wilhelmsgymnasium, die Herkulesschule, die Jacob-Grimm-Schule, die Georg-August-Zinn-Schule sowie erstmals das Goethegymnasium, die Offene Schule Waldau und die Max-Eyth-Schule beteiligt. Spitzenreiter mit insgesamt über 42.000 zurückgelegten Kilometern waren die 19 Teams der Albert-Schweitzer-Schule. Als Dankeschön erhalten diese Schulen jeweils drei zusätzliche Fahrradständer, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften sich über einen Fahrradstadtplan freuen.

Stochla: "Es macht Spaß, mit dem Rad umweltfreundlich unterwegs zu sein"

Verkehrsdezernent Stochla war beeindruckt vom Engagement der Kasseler Schulen: "Die große Teilnehmerzahl ist ein toller Erfolg und zeigt, wie eine Kampagne wie das STADT- und SCHULRADELN zum Klimaschutz und zur Gesundheitsförderung beiträgt. Außerdem habt ihr unter Beweis gestellt, dass es Spaß macht, mit dem Rad umweltfreundlich in Kassel unterwegs zu sein. Ich bin auch dankbar für die vielen Hinweise, die uns im Zuge des Schulradelns erreicht haben. So können wir den Radverkehr in unserer Stadt noch besser und sicherer machen."

"Es ist ein toller Erfolg, dass sich so viele Schulen an der Aktion beteiligt haben", zeigte sich Bildungs- und Gesundheitsdezernentin Anne Janz erfreut. "Das SCHULRADELN bestärkt uns, weitere Anstrengungen zu unternehmen, damit Kinder und Jugendliche ihre Wege zur Schule sicher mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen können."

"In den Zeiten von Elterntaxi und immer weniger sportlicher Betätigung bei Kindern und Jugendlichen ist die Aktion SCHULRADELN ein guter Aufhänger, um auf eine einfache Weise die Selbstverständlichkeit des Radelns wieder in das Bewusstsein von Eltern und Jugendlichen zu rücken", betonte Uwe Petersen, Schulleiter des Wilhelmsgymnasiums. "Die Mischung aus Klassenteams und mitradelnden Erwachsenen macht den Wettbewerb zu einem Gesprächsthema in den Familien und so mancher Kilometer wird dann statt mit dem Auto gemeinsam mit dem Rad zurückgelegt – gut für die Fitness und gut für die Umwelt! Im nächsten Jahr ist das WG auf jeden Fall wieder beim STADT- und SCHULRADELN dabei."

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer am STADTRADELN kamen von Schulen

 Insgesamt haben beim diesjährigen STADT- und SCHULRADELN mehr als 1.500 Teilnehmer über 235.000 Kilometer erradelt. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von den acht jetzt ausgezeichneten Kasseler Schulen. Die Ergebnisse des STADTRADELNS werden im Rahmen der Bike Expo am 17. Februar 2019 gefeiert.


STADTRADELN - Kilometer verdoppelt, Teilnehmende fast verdreifacht

Drei kilometerreiche Fahrradwochen im September: mit mehr als 235.000 geradelten Kilometern (knapp sechs Erdumrundungen) schafft es Kassel in der bundesweiten Wertung auf Platz 72 (von über 880 teilnehmenden Kommunen) und in Hessen mit Platz 7 unter die TOP 10 (von 84 Kommunen). Aufgeteilt in 96 Teams gingen mehr als 1500 Radlerinnen und Radler an den Start, um aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen. "Hierbei wurden etwa 34 Tonnen CO2 vermieden. Das Ergebnis ist großartig", freut sich Verkehrsdezernent Dirk Stochla, "dies zeigt, dass der Radverkehr ein wichtiger Baustein des Kasseler Verkehrs ist."

Am meisten freut sich Radverkehrsbeauftragte Anne Grimm darüber, dass sich gegenüber dem letzten Jahr die Zahl der mit dem Rad zurückgelegten Kilometer mehr als verdoppelt und die Zahl der Teilnehmenden fast verdreifacht haben. "Die Kasseler Schulen haben dabei einen großen Verdienst an diesem tollen Ergebnis", sagt Grimm. Über die Hälfte der Teilnehmenden haben sowohl beim Stadt- als auch beim Schulradeln mitgemacht. Dabei waren auch Teams von drei neuen Schulen dabei.

 

Personen im Büro-Outfit mit dem Fahrrad; © Klimabündnis

STADTRADELN und SCHULRADELN vom 7. bis 27. September 2018

Die Stadt Kassel beteiligte sich vom 7. bis 27. September an der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnisses. In diesem Zeitraum konnten Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sowie Bürgerinnen und Bürger Radkilometer sammeln, um aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen.

Fahrdaten per App sammeln
Dieses Jahr konnten zum ersten Mal über die offizielle STADTRADELN-App freiwillig Daten zum individuellen Fahrverhalten gesammelt werden. Ein Verhaltensmuster kann per GPS aufgezeichnet und dem Forschungsprojekt MOVEBIS bereitgestellt werden. Mit den Informationen kann gezielt die Infrastruktur für den Radverkehr geplant und ausgebaut werden, wo es nötig ist. Bisherige Datengrundlagen sind nur über den Autoverkehr bekannt.  

Schülerinnen und Schüler konnten in Teams fahren. Gleichzeitig zum STADTRADELN fand das hessenweite Schulradeln statt. Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie die Lehrerschaft konnten sich in Teams anmelden und füreinander fahren.

Das Klima-Bündnis
Seit mehr als 25 Jahren setzen sich Mitgliedskommunen des Klima-Bündnisses mit einheimischen Partnern aus den Regenwäldern für das Weltklima ein. Mit über 1700 Mitgliedern aus 26 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet. Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihren Ausstoß von Treibhausgasen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ein Viertel des Ausstoßes durch den Verkehr verursacht der Stadtverkehr.


STADTRADEL-STARS setzen sich für gutes Klima ein

Verkehrsdezernent Stochla mottet Auto von STADTRADLER-Star ein-; © Stadt Kassel; Foto: Michael Schwab
(v.l.)Radverkehrsbeauftrage Anne Grimm,Verbandsdirektor des Zweckverbands Raum Kassel, Kai Georg Bachmann und Verkehrsdezernent Dirk Stochla beim Einmotten des STADTRADLER-Star Autos.

Zwei prominente STADTRADEL-STARS setzten auch in diesem Jahr ein Zeichen für Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und Gesundheitsförderung und unterstützten aus Überzeugung die Aktion STADTRADELN: Der stellvertretende Leiter des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, Prof. Dr.-Ing. Kurt Rohrig, und der Verbandsdirektor des Zweckverbands Raum Kassel, Kai Georg Bachmann.

 

STADTRADLER-Star Prof. Dr.-Ing. Kurt Rohrig; © Beushausen STADTRADLER-Star Prof. Dr.-Ing. Kurt Rohrig

STADTRADLER-Star Kai Georg Bachmann mit Verkehrsdezernent Dirk Stochla; © Stadt Kassel; Foto: Michael Schwab STADTRADLER-Star Kai Georg Bachmann mit Verkehrsdezernent Dirk Stochla

Vom 7. bis 27. September haben die beiden STADTRADEL-STARS auf ihr Auto verzichtet. Dies war für sie mit großen Herausforderungen verbunden. Symbolisch hat am 6. September Kassels Verkehrsdezernent Dirk Stochla das Auto von Kai Georg Bachmann eingemottet. 

Welche Motivation steckt hinter den beiden STADTRADEL-STARS, diese Aktion so tatkräftig zu unterstützen?

„Als Familienvater und als Forscher für die Erneuerbaren Energien bin ich täglich mit den Auswirkungen von CO2-Emissionen und der enormen Zunahme des Individualverkehrs konfrontiert. An unserem Institut arbeiten wir an Konzepten und Lösungen für eine saubere und nachhaltige Energieversorgung – mit besonderem Augenmerk auf Städte. Verstopfte Straßen, Abgase und Lärm passen nicht in dieses Bild“, sagte Prof. Kurt Rohrig.

Für Kai Georg Bachmann stand die Herausforderung im Vordergrund. „Jetzt hoffe ich auf gutes Wetter. Dieses kann ich nicht beeinflussen“, betont er. „Mein Ziel ist es, möglichst täglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Bei schlechtem Wetter werde ich die knapp 50 km zwischen meinem Wohnort Trendelburg und der Arbeit in Kassel aufteilen: einen Teil des Weges mit dem Rad und dann weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“


Für Schülerinnen und Schüler

Jetzt schon anmelden - allein, oder im Team

STADTRADELN APP


Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Stadtradeln 2017 bei der Siegerehrung; © Stadt Kassel; Foto: Michael

Logo Stadtradeln; © Klimabündnis

Mehr Bedeutung für das Fahrrad

Mitmachen können alle Menschen, die in der Stadt Kassel wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule bzw. Hochschule besuchen. Um teilzunehmen, müssen Teams gebildet werden. Jeder kann sich jedoch auch dem stadtweiten Team "Offenes Team Kassel" anschließen.

Dem Fahrrad kommt als gesundem und kostengünstigem Verkehrsmittel eine steigende Bedeutung zu – nicht nur in der Freizeit und auf dem Weg zur Arbeit, sondern beispielsweise auch für den Weg zum Einkaufen. Nebenbei kann man ganz neue Seiten an der eigenen Stadt entdecken. Jede Radfahrerin und jeder Radfahrer vermeidet im Durchschnitt 142 g CO2 pro gefahrenen Kilometer im Vergleich zu einer Autofahrt.

Hintergrund - deutschlandweites Ergebnis
Wieder wurde das STADTRADELN-Ergebnis getoppt. 2017 beteiligten sich Deutschlandweit 620 Kommunen mit insgesamt 222.097 aktiven Radfahrerinnen und Radfahrern. Mit fast 42 Millionen Kilometer wurden etwa 6.000 Tonnen CO2 vermieden.

2017 legten in Kassel 595 Radfahrende – neun Prozent mehr als im Vorjahr – in den drei Wochen über 110.000 Kilometer zurück. Umgerechnet haben die STADTRADLER 2,75-mal den Äquator umrundet und dabei mehr als 15,5 Tonnen klimaschädliches CO2 vermieden. Diese Ergebnisse gilt es 2018 zu toppen.

DAS STADTRADELN
Der Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnis‘ lädt Mitglieder der Kommunalparlamente ein, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Im Team mit Bürgerinnen und Bürgern sollen sie möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. Die Kampagne will für das Radfahren im Alltag sensibilisieren.

Bei Fragen, wenden Sie sich gern an:

Institution: Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
Ansprechpartnerin: Anne Grimm, Radverkehrsbeauftragte
Telefon: 0561 / 787 6003
Telefax: 0561 / 787 3140
E-Mail: anne.grimm@kassel.de
Büro: K509
Anschrift: Obere Königsstraße 8
34117 Kassel

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