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Woche der Demenz

Die diesjährige Woche der Demenz findet vom 21. bis zum 27. September statt. Die Stadt Kassel nimmt das zum Anlass, um auf die Thematik und die damit einhergehenden Herausforderungen aufmerksam zu machen. Bereits bestehende Angebote entlasten und unterstützen sowohl Betroffene als auch Angehörige.

Oft ist weder den Betroffenen noch den Angehörigen, Freunden oder Nachbarn bewusst, dass jemand an Demenz erkrankt ist, insbesondere im frühen Stadium der Krankheit. Die Stadt möchte das Thema Demenz in der Öffentlichkeit anhaltend enttabuisieren, die Gesellschaft für das Thema Demenz sensibilisieren und Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen fördern.

Kassel hat mit seinen über 204.000 Einwohnerinnen und Einwohnern einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen. Dieser Personenkreis ist mit zunehmendem Alter nicht nur mit Schwierigkeiten konfrontiert, sich dem raschen gesellschaftlichen Wandel anzupassen, sondern auch von spezifischen Erkrankungen betroffen.  Eine der häufigsten Erkrankungen im Alter ist die Alzheimer-Erkrankung, die als eine der häufigsten Ursache für Demenzerkrankungen gilt. Zeitgleich mit dem Start der Woche der Demenz findet am 21. September auch der Welt-Alzheimertag statt.

Schätzungen zufolge gibt es derzeit rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankung in Deutschland. Dabei prognostiziert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft einen Anstieg an Neuerkrankungen mit Demenz bis zum Jahre 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen. Überträgt man diese bundesweite Prognose auf Kassel, ergibt sich in den kommenden Jahren bis 2030 ein erheblicher Anstieg von Demenz-Neuerkrankungen. 

Bis zum Jahre 2030 ist eine Zunahme der Anzahl von Demenzerkrankungen um insgesamt 24,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 zu erwarten. Die Schwankungen innerhalb der Altersgruppen sind vor dem Hintergrund der Veränderungen der Altersgruppen im Kontext des demografischen Wandels insgesamt zu interpretieren: Der Bevölkerungsanteil der über 85-Jährigen an der erwarteten Bevölkerungszahl wird im Jahr 2030 voraussichtlich seinen Höchststand erreichen. Aufgrund dieser demografischen Entwicklung fällt der prognostizierte Anstieg der Betroffenenzahlen in der Altersgruppe der über 85-Jährigen 2030 mit plus 49 Prozent besonders hoch aus. Absolut wird die Zahl von an Demenzerkrankten bis 2030 wahrscheinlich von aktuell 3611 auf voraussichtlich 4489 Menschen ansteigen. 

Mit dem Anstieg der Zahl der Betroffenen wächst auch die Zahl der mitbetroffenen Angehörigen

Mit dem Anstieg der Zahl der Betroffenen wächst auch die Zahl der mitbetroffenen Angehörigen - sie müssen lernen, mit der Erkrankung ihrer Angehörigen umzugehen und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung und Pflege der Erkrankten. Um diese Situation bewältigen zu können, benötigen auch sie individuelle Beratung und Unterstützung.

„Wir wissen, dass wir in den nächsten zehn Jahren mit einem deutlichen Anstieg der Betroffenen von Demenz zu rechnen haben. Es ist gut, dass wir in Kassel bereits auf eine gute Infrastruktur für die Beratung und Unterstützung von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen aufbauen können. Dennoch sehen wir großen weiteren Handlungsbedarf, um für die zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit der Erkrankung gewappnet zu sein,“ betont Bürgermeisterin Ilona Friedrich.

Im städtischen Haushalt wurden deshalb bereits in diesem Jahr 100.000 Euro zusätzlich eingestellt, um in Kassel die Vernetzung der Akteure in der Altenhilfe, den Stadtteilen, im Ehrenamt und im Gesundheitswesen zu stärken. Auch das Angebotsspektrum Prävention, Beratung, und Unterstützung soll damit in Kassel deutlich ausgebaut werden.

Weiterführende Informationen

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Kassel, Deutsche Alzheimer-Gesellschaft e.V.
  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel
  • Colourbox.de
  • KISS

Glossar

präventiv (Prävention)

präventiv (Prävention)

Das bedeutet:
Man schützt sich vor etwas.
Auch wenn das noch gar nicht passiert ist.

Zum Beispiel:
Man schützt sich vor einer Krankheit.
Auch wenn man diese Krankheit noch nicht hat.
Man passt auf.
Dann bekommt man die Krankheit nicht.
Man kann auch sagen: vorbeugen.

integrativ (Inklusion)

integrativ (Inklusion)

Das bedeutet:
Alle machen etwas zusammen.
Niemand wird ausgeschlossen.

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