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ÖPNV rollt wieder – OB Geselle zur Lage bei der KVG

Oberbürgermeister Christian Geselle zu den Folgen der starken Schneefälle für den ÖPNV in Kassel.

„Wie viele Kundinnen und Kunden sowie Betroffene bin auch ich nicht glücklich darüber, dass die KVG-Linien im Gebiet der Stadt Kassel wie im Umland nahezu fünf Tage überhaupt nicht bedient werden konnten und auch jetzt noch nur ein Teil des ÖPNV-Netzes bedient werden kann. Die gewaltigen Schneemassen, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, gepaart mit eisigen Temperaturen, teilweise im zweistelligen Minusbereich, waren bundesweit eine besondere Herausforderung. 

In Kassel war die Lage aufgrund des Eispanzers auf den Schienen, der nur mechanisch entfernt werde konnte, noch spezieller. Da gilt Betriebssicherheit der Fahrzeuge und damit natürlich die Sicherheit der Fahrgäste und Beschäftigten vor Betriebsaufnahme. Ich glaube, dass diesbezüglich durchaus Verständnis bei der Stadtbevölkerung besteht. Gleichwohl hätte auch ich mir aber den Einsatz eines Bus-Notnetzes, dort wo ein solcher Betrieb möglich gewesen wäre und er verkehrlichen Nutzen bringt, als Lösung gewünscht. Ich bin überzeugt, dass es in diesem Falle eine bessere Akzeptanz von Seiten der Kundinnen und Kunden sowie Betroffenen gegenüber der KVG gegeben hätte. 

Die Aufarbeitung dieser Lage und der getroffenen Entscheidungen wird mit den Verantwortlichen der KVG jedoch – wie es sich gehört – nicht über die Medien erfolgen. Gleichzeitig möchte ich mich an dieser Stelle wiederholt bei den vielen Helferinnen und Helfern im Wintereinsatz bedanken. 210 Einsatzkräfte, nahezu 70 Bagger, Radlader und Lkw bei der KVG sowie 120 Einsatzkräfte und 60 Fahrzeuge bei den Stadtreinigern, die quasi rund um die Uhr tätig sind, verdeutlichen die Ausmaße dieses Einsatzes. 

Die KVG ist Kassels Mobilitätsunternehmen und als solches ein wichtiger Leuchtturm in der Zukunftsstrategie der Stadt. Vor diesem Hintergrund sind verkrustete Strukturen der KVG in jüngster Zeit aufgebrochen und Ideen zum Ausbau des ÖPNV entwickelt worden. Nicht zuletzt hat die Stadt über den Konsolidierungsvertrag mit der KVV/ KVG den Verlustausgleich und die Eigenkapitalaufstockung jährlich im zweistelligen Millionenbereich vorgenommen.“

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