Der größte gemeinsame Nenner - Hommage 7

Nachhaltige Mode und bildende Kunst im Hallenbad Ost

Vom 22. März bis 18. April 2024

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Modedesignerin Sophia Schneider-Esleben und der bildenden Künstlerin Rana Matloub.

Hommage 7

Die Mode von Sophia Schneider-Esleben ist eine Fusion von Kunst, Mode und Nachhaltigkeit. Jede Kollektion ist eine „Hommage“ in Kooperation mit unterschiedlichen bildenden und audiovisuellen Kunstschaffenden sowie Illustratorinnen und Illustratoren, die einer Nummerierung folgt. In Kassel wird die Kollektion Hommage 7 vorgestellt. Verschiedene Schnitte in sich wiederholenden Farben werden auch von der Decke hängend präsentiert.

Die Stücke der studierten Modedesignerin und Maßschneiderin werden ausschließlich in kleiner Stückzahl in Deutschland und Europa hergestellt. Die Kollektionen überzeugen durch das Feingefühl von Schneider-Esleben für Materialien, Farben und Muster. In ihren Arbeiten geht es immer um Qualität und nicht um Quantität, gemäß dem Motto: „Trage Verantwortung, für das, was du trägst.“ 

Der größte gemeinsamer Nenner – die zerstörte Ordnung Acht Elemente aus Beton, ca. 3x3 m, Syker Vorwerk, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, 2017

Der größte gemeinsame Nenner

Die künstlerische Arbeit von Rana Matloub besteht aus immer gleichen Elementen, zwischen denen sich in den Zwischenräumen Formen ergeben. „Der größte gemeinsame Nenner“ ist eine Arbeit, die bereits mehrfach in unterschiedlicher Form von Rana Matloub realisiert wurde. Die Skulpturen bilden die Vorlage für das Muster auf der Kleidung und werden werden auch in form von großen Bauklötzen in der Ausstellung gezeigt. Zu sehen sind außerdem Schmuckstücke der Künstlerin, die von Stefan Kemna produziert wurden. 

Rana Matloub ist in Bagdad geboren und im Alter von 15 Jahren nach Deutschland gekommen. Arabesken haben sie schon immer fasziniert, besonders das klassische Muster, welches auf besonderen Gebäuden wie Moscheen, Museen und Kirchen häufig vorkommt. Zwischen den Elementen ergibt sich ein arabischer Stern und ein Kreuz. Rana Matloub geht in ihren Arbeiten der Frage nach, wie sich Ost und West verbinden können und wie ein Leben zwischen den Welten und eine friedliche Koexistenz möglich ist. Das Muster hat sie schon mehrfach variiert: als Fragment mit 7 Betonelementen, mit zerbrochenen Betonelementen und dann im Skulpturenpark als Monument in Beton 20x20 Meter.

Hintergrund

Das „Hallenbad Ost“ ist eine ehemalige Badeanstalt im Kasseler Stadtteil Bettenhausen. Das Gebäude wurde im Jahr 1929 im Bauhausstil errichtet und ist als hochrangiges Einzeldenkmal geschützt. Es befindet sich an der Schnittstelle zwischen der Innenstadt und dem industriell geprägten Kasseler Osten und übernimmt damit eine wichtige Signalfunktion bei der Entwicklung der östlichen Stadtteile. Heute wird das Gebäude als Eventlocation und für Ausstellungen genutzt.

Hallenbad Ost