nolde/kritik/documenta

Emil Nolde zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Das documenta archiv zeigt eine raumgreifende Sonderausstellung.

Sonderausstellung bis zum 19. Februar 2023

Emil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Von der NS-Propaganda zu entarteter Kunst degradiert sind Noldes Werke heute aus den Museen nicht mehr wegzudenken. 

Blick in die Ausstellung

Seine eigene Nähe zum Nationalsozialismus und seine antisemitischen Äußerungen wurden erst durch Forschungen der letzten Jahre wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich, unterstützt durch die Nolde Stiftung Seebüll und das documenta archiv, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben. Die Ausstellung „nolde / kritik / documenta“ fragt nach den Widersprüchen in der Künstlerfigur Emil Nolde. Ausgangspunkt ist die Inszenierung seiner Gemälde auf den ersten drei documenta-Ausstellungen (1955, 1959, 1964), die das Nolde-Bild entscheidend mitprägten. Mischa Kuball konzipiert raumgreifende Medieninstallationen, die vielfältige Fragen aufwerfen: Ein begehbarer „Reflexionsraum“ entsteht, der den Blick auf die Originale nachhaltig verändert.

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