Kassel will "Fairtrade-Stadt" werden

Die Stadt Kassel strebt den Titel Fairtrade-Stadt an und beteiligt sich an der Kampagne Fairtrade Towns. Das hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer November-Sitzung beschlossen.

„Die Stadt Kassel möchte sich verstärkt für den Fairen Handel einsetzen, sich den Herausforderungen einer gerechteren Gestaltung der Globalisierung stellen und dabei auch bereits vielfältig engagierte Akteure und Gewerbetreibende einbeziehen beziehungsweise weitere motivieren, an diesem Ziel mitzuwirken“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Titel einer „Fairtrade-Town“ wird zunächst für zwei Jahre vergeben. Der federführendenden TransFair Deutschland e.V. überprüft dazu fünf Kriterien. Danach muss es in Kassel unter anderem 31 Einzelhandelsgeschäfte und 16 Gastronomie-Betriebe geben, die Fairtrade-Produkte anbieten. Außerdem sollen sich mindestens je zwei Schulen, Glaubensgemeinschaften und Vereine an dem Projekt mit eigenen Bildungsaktivitäten und Produktvermarktung beteiligen. Auch die Stadtverwaltung soll auf fair gehandelte Produkte zurückgreifen.

Die Stadtverwaltung wird nun den erforderlichen Bewerbungsprozess auf den Weg bringen, um die erforderlichen Kriterien zu erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung einer Steuerungsgruppe mit Personen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Bessere Preise und Arbeitsbedingungen

TransFair e.V. definiert den fairen Handel so: "Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern."