Ausstellung des United States Holocaust-Museum im Rathaus

Mit Themen wie Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand befasst sich die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“, die im April und im Mai im Kasseler Rathaus zu sehen ist.

Juden müssen nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Wien den Bürgersteig schrubben. Beim Klick auf das Bild öffnet sich der Flyer mit dem Begleitprogramm.

Warum haben so viele geschwiegen?

Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum haben so viele die Verbrechen der Nationalsozialisten unterstützt oder geschwiegen? Warum haben so wenige den Opfern geholfen? Um Fragen wie diese geht es in der Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum.

Oberbürgermeister Christian Geselle: „Wir laden insbesondere Schulklassen ein, sich mit diesen Fragen und dahinterstehenden Phänomen intensiv auseinanderzusetzen. Dazu bieten wir didaktisch aufgebaute Führungen an, sowohl in der Ausstellung als auch verbunden mit Stadtrundgängen zu ausgewählten historischen Orten sowie Workshops."  (hier geht´s zum Begleitprogramm im Mai). 

Die Ausstellung ist vor den Sitzungssälen zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen: Montag bis Donnerstag von 9 bis 19 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr. Kostenlose Führungen in der Ausstellung sowie kombiniert mit Stadtrundgängen sowie Workshops können telefonisch unter 0561/ 787 2510 oder per E-Mail unter ausstellungkasselde gebucht werden.  Nähere Informationen hier:

Frantiska Prva nahm zwei Mädchen jüdischer Eltern auf und rettete sie so vorm KZ.

Der Holocaust wurde nur deshalb möglich, weil Menschen in Deutschland und ganz Europa aus verschiedenen Gründen motiviert waren, dem Völkermord zuzustimmen oder daran mitzuwirken. Diese Erkenntnis ist entscheidend, um Lehren aus dem Holocaust zu ziehen. „Hitler und andere nationalsozialistische Führer hätten den Holocaust nicht alleine verüben können”, erklärt Timothy Kaiser, stellvertretender Direktor des Levine Instituts für Holocaust Erziehung am Museum. „Einige waren Nachbarn stellt die Frage nach den unzähligen anderen, die den Holocaust mit ermöglichten, aber auch nach den Menschen, die Widerstand leisteten und Andere retteten. Besucher können eigene Annahmen hinterfragen und überlegen, wie der Einzelne etwas bewirken kann.” Die Ausstellung soll den Besucherinnen und Besuchern Denkanstöße geben, über eigene Einflussmöglichkeiten für eine bessere Zukunft nachzudenken.

Foto aus dem Flyer zur Ausstellung. Beim Klicken öffnet sich das Programm mit weiteren und begleitenden Veranstaltungen.

Denkanstöße

Diese Ausstellung wurde gefördert durch das William Levine Family Institute des United States Holocaust Memorial Museums mit Unterstützung u. a. von der David Berg Foundation, der Oliver Stanton Foundation, der William & Sheila Konar Foundation, der Blanche and Irving Laurie Foundation, der Benjamin and Seema Pulier Charitable Foundation, Sy and Laurie Sternberg, und dem Lester Robbins and Sheila Johnson Robbins Traveling and Special Exhibitions Fund established in 1990.

Das United States Holocaust Memorial Museum ist ein lebendiger Ort der Erinnerung an den Holocaust und inspiriert sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Führungskräfte weltweit, sich dem Hass entgegenzustellen, Völkermord zu verhindern und sich für die Menschenwürde einzusetzen. Seine weitreichenden Bildungsprogramme und seine weltweite Wirkung werden durch großzügige Spenden ermöglicht.  Weitere Informationen stehen auf der Homepage des amerikanischen Museums hier.