Freiluft-Experiment: Untere Königsstraße wird Fußgängerzone

Wie es sein könnte, wenn aus der Unteren Königsstraße zwischen den Kreuzungen Am Stern und Holländischen Platz eine Fußgängerzone wird, zeigt das Freiluft-Experiment. Einen Monat lang wandelt die Stadt Kassel den Abschnitt in einen verkehrsberuhigten Bereich um.

Eine Straße für Begegnungen, Austausch und kulinarische Vielfalt

Bis zum Tag der Deutschen Einheit wird der Bereich für alle motorisierten Fahrzeuge gesperrt. In dieser Zeit werden vielfältige Freiluft-Aktionen Leben auf die sonst befahrene Straße bringen: Die ansässigen Gastronomen weiten ihren Geschäftsbetrieb auf den Bereich vor den Geschäften aus und bieten ihre kulinarischen Köstlichkeiten auch Open-Air an. Kasseler Initiativen und Vereine gestalten einen Monat lang ein abwechslungsreiches Begleitprogramm und sorgen für Unterhaltung, Begegnungen und Austausch. So können sich Anwohnende und Gäste in dieser Zeit auf Musik, Tanz, Open-Air-Filmabende und interkulturelle Veranstaltungen freuen. Kuratiert wird das Begleitprogramm von Raamwerk, einem interdisziplinären Team von Kreativschaffenden aus Kassel.

Das Freiluftexperiment setzt ein Zeichen im Sinne der Verkehrswende und zeigt Chancen auf, in welch vielfältiger Weise Verkehrsraum in Lebens- und Erlebensraum umgewandelt werden kann. (Stadtbaurat Christof Nolda)

Letzte Aufbauarbeiten in der Unteren Königsstraße

Worum geht es beim Freiluft-Experiment?

Mit dem Freiluft-Experiment soll die Aufwertung des Quartiers eingeleitet und die Wahrnehmung durch die Stadtgesellschaft verbessert werden. Entstehen soll ein Ort für zwischenmenschliche Begegnungen mit kultureller Vielfalt. Der Einzelhandel in diesem Bereich soll unterstützt werden. Zudem wird durch die Verkehrsberuhigung der Ausstoß von Kohlendioxid, Abgasen und Lärm reduziert.

Unterstützt wird das Freiluft-Experiment von den Ortsbeiräten Nord-Holland und Wesertor sowie dem Klimaschutzrat der Stadt Kassel. Auch viele der ansässigen Einzelhändler stehen dem Experiment positiv gegenüber. 


Wirtschaftsverkehr rückt in den Fokus

Im Rahmen des Kasseler „Freiluft-Experiments“ auf der Unteren Königsstraße wird auch ein Lieferdienst-Demonstrator für die klimaneutrale letzte Meile aufgebaut und betrieben. Dafür errichtet der Logistik-Dienstleister „GO! Express & Logistics“ vor Ort ein sogenanntes Mikro-Depot. Sämtliche Lieferungen, die in dem Monatszeitraum für die Kasseler Innenstadt bestimmt sind, werden aus einem Regionaldepot zunächst dorthin angeliefert. Von dort erfolgt dann die Verteilung in den innerstädtischen Quartieren mittels Lastenrädern. Weitere Infos finden Sie in der  Pressemitteilung vom 5. September 2021 (Öffnet in einem neuen Tab)

Zur Verkehrssituation

  • Für den Individualverkehr sind weder Einfahrten noch Ausfahrten in die Untere Königsstraße möglich. 
  • Ausnahmen gibt es für den Lieferverkehr: Dieser kann den Bereich zwischen Stern und Bremer Straße zu den gleichen Zeiten wie in der Fußgängerzone, also zwischen 19 und 11 Uhr befahren. Die Ausfahrt erfolgt dann über die Bremer Straße.
  • Das Gebäude der alten Hauptpost mit den dort ansässigen Nutzern kann über die Bremer Straße erreicht werden. Zur Querung der ÖPNV-Spur wird dort ein temporärer Bahnübergang ausgeschildert.
  • Die Jägerstraße wird zur Einbahnstraße. Die Einbahnstraßenregelung in der Jägerstraße beginnt an der Kreuzung Gießbergstraße/Jägerstraße und verläuft Richtung Untere Königsstraße, dann weiter über die Umfahrung des Parkhauses „Jägerstraße“ bis zurück zur Mauerstraße. Die Einfahrt von der Mauerstraße zum oberirdischen Parkdeck bleibt möglich. 
  • Für die Umfahrung kann der Innenstadtring, Hoffmann-von-Fallersleben-Straße oder die Kurt-Schumacher-Straße/Weserstraße/Kurt-Wolters-Straße genutzt werden. Zu den Parkhäusern City Point und Kurfürsten Galerie führen Wegweiser.  

Alle Linien des ÖPNV fahren ohne Einschränkungen oder Änderungen.

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