Neuer Weihnachtsbaum kommt aus Rothwesten

Jetzt hat er seinen Platz vorm Rathaus eingenommen. Seinem Aufbau sahen viele zu - darunter auch große Kinderaugen.

Da schwebt er ein, der Weihnachtsbaum des Jahres 2021 für den Rathausvorplatz.

Genug mit den schmucklos-grauen Novembertagen: Jetzt kehrt vorweihnachtlicher Glanz in Kassel ein. Rechts der Haupttreppe vorm Rathaus steht dafür traditionell ein Weihnachtsbaum, der alle Vorübergehenden und -fahrenden auf das bevorstehende Fest hinweist. Diesmal ist es eine Nobilis-Tanne, die die Blicke auf sich zieht. Rund zwölf Meter hoch, wuchs sie 40 Jahre lang auf einem privaten Grundstück am Sportplatz in Rothwesten zu einem prächtigen Baum heran, der seiner Bestimmung voll und ganz gerecht wird. Die Edeltanne rund zehn Kilometer weit bis zum Rathaus zu schaffen, war die Mühe wert. Der Transport aus Rothwesten führte über die B3 bis zum Rathausvorplatz. Geschmückt wird der Baum in der Woche vor dem ersten Advent. 

​Verbotene Früchte und "typisch deutsch"

Übrigens hat die Tradition des Weihnachtsbaums verschiedene Wurzeln. In der dunklen Jahreszeit mit frischem Grün zu schmücken, war schon zu Römerzeiten beliebt. Konkreter wurde es im Mittelalter, allerdings noch ohne Bezug zur Weihnachtsgeschichte: In Kirchen wurde der 24. Dezember als Tag von Adam und Eva im Heiligenkalender gefeiert, mit einem Nadelgewächs in Anlehnung an den Baum der Erkenntnis im Paradies. Dessen verbotene Frucht symbolisieren die Kugeln.
Erste schriftliche Belege für geschmückte Bäume zur Weihnachtszeit​ gibt es dann ab dem früheren 16. Jahrhundert aus dem süddeutschen Raum. Heute hat sich der ursprünglich als typisch deutsch geltende Brauch in aller Welt verbreitet.