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Ab in die 80er!

Ein Jahrzehnt, das die Menschen bewegte: Neue Deutsche Welle, Tschernobyl, Aerobic, Mauerfall, Pac Man... Wem fielen nicht gleich viele weitere Begriffe aus dieser Epoche ein? Das Stadtmuseum hat - auch aus Kasseler Sicht - eine Ausstellung mit den wichtigsten Stationen der 80er Jahre konzipiert.

Sonderausstellung vom 2. November 2019 bis 6. September 2020

30 Jahre Mauerfall! Ein Land, zwei Staaten – was 40 Jahre lang deutsche Normalität gewesen war, wurde 1989 friedlich überwunden. Heute unvorstellbar für die jüngere Generation, erinnern sich noch viele Zeitzeugen an den belastenden Alltag mit der innerdeutschen Grenze und an die überschwängliche Freude über den Mauerfall. Anlässlich dieses weltpolitischen Jahrestags wagt das Stadtmuseum Kassel eine Reise in ein Jahrzehnt, das die Menschen bewegte: die 1980er Jahre.

Auch der "Rubik-Würfel" ist ein Kind der 80er Jahre.

Zu Beginn der 1980er Jahre befanden sich die beiden Supermächte USA und Russland ideologisch und atomar auf Konfrontationskurs. Viele Deutsche gingen für Frieden und Umwelt auf die Straße, sie protestierten gegen Aufrüstung und Atomenergie. In der Bundesrepublik Deutschland, einer „Pufferzone“ zwischen Ost und West, begann mit dem neuen Kanzler Helmut Kohl ab 1983 eine politische Neuausrichtung, und mit der neuen Partei „Die Grünen“ wurde eine Alternative im Parteienspektrum geschaffen.

Sichtbares Statement gegen Aufrüstung und Atomenergie

Die Ausstellung beleuchtet ebenfalls die lokalen Entwicklungen in Kassel. Das Stadtbild veränderte sich enorm: Mit der Bundesgartenschau 1981 entstand ein neues Naherholungsgebiet, am Holländischen Platz wuchs die Gesamthochschule Kassel, und Joseph Beuys ließ 7.000 Eichen pflanzen. Derweil etablierten sich aus bürgerschaftlichem Engagement heraus zahlreiche neue Institutionen, z. B. das Kasseler Forum für den Frieden e. V., der Filmladen e. V. oder die Aids-Hilfe Kassel e. V. Geopolitisch lag Kassel im Zonenrandgebiet. In welchem Maße erzeugte diese Lage ein Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung? Und wie erlebten die Kasseler den Mauerfall?

Gleichzeitig zu diesen politischen Ereignissen stand Aerobic hoch im Kurs, die ersten Spielkonsolen und Videos eroberten die Wohnzimmer und ein breites Publikum feierte die Stars der Neuen Deutschen Welle – auch die Kasseler gestalteten ihre Freizeit mit Nena, Tennis und Pac-Man.

Wichtige Stationen dieses Jahrzehnts führt die Ausstellung anschaulich vor Augen: Ein abgesperrter Sandkasten warnt vor den Folgen des Super-GAUs von Tschernobyl; ein Trabi kündigt von der Ankunft der DDR-Besucher nach der Grenzöffnung. Und Sie können die berührenden Erinnerungen von Zeitzeugen teilen und sich durch Tondokumente in die 1980er Jahre hineinhören.  An speziell konzipierten Mitmachstationen können Sie selbst aktiv werden, Kult-Musiktitel erraten, ihre eigene Forderung zum Thema Umwelt gestalten oder die schräge Mode der Zeit entdecken. Ein Jahrzehnt, wie es gegensätzlicher nicht sein könnte – und jeder hat eine andere Erinnerung daran. Was blieb den Zeitzeugen also bis heute im Gedächtnis? Und welche Vorstellungen haben Jugendliche von den 1980er Jahren? Im KasselBlick können Sie Ihren Eindrücken und Erinnerungen freien Lauf lassen.

Zu der Ausstellung ist ein umfangreiches Programm mit speziell entwickelten Führungen, Vorträgen und weiteren Veranstaltungen geplant.

Kontakt, Öffnungszeiten, Eintrittspreise

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