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Ausstellungen im Hessischen Landesmuseum

Die Ausstellung "Grimms Märchen im Jugendstil" zeigt vom 29. November bis 31. Januar die Illustrationsgeschichte der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen. Und bis zum 12. Januar 2020 ist die Sonderausstellung zur gesellschaftlichen und politischen Funktion höfischer Jagd in der Frühen Neuzeit zu sehen.

Grimms Märchen im Jugendstil

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung steht die Illustrationsgeschichte der Kinder- und Hausmärchen am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein großes Hauptwerk der deutschen Märchenillustration des Jugendstils, der etwa zehn Meter lange Märchenfries der aus Breslau gebürtigen und später in München, Berlin und Königsberg i. Pr. wirkenden Künstlerin Gertrud Kohrt (verh. Pfeiffer-Kohrt; 1875–1939) konnte die Brüder Grimm-Gesellschaft kürzlich erwerben und mit Mitteln der Kasseler Fieseler-Stiftung restaurieren. Dieser Fries wird erstmals im Hessischen Landesmuseum ausgestellt werden.  

Die Ausstellung ist vom 29. November 2019 bis 31. Januar 2020 zu sehen. 


Hirschtrophäe, geschossen von Landgraf Carl von Hessen-Kassel am 20. September 1682

Höfische Jagd in Hessen

Jeder kennt das Bild: Ein Sportgroßereignis – auf der Ehrentribüne der Präsident der gastgebenden Nation. Neben ihm ein politischer Vertreter des Gastlandes. Ereignis, Privileg, Vergnügen? Oder doch Politik?

Vierhundert Jahre zuvor stellten sich ähnliche Fragen. 1596 lud Landgraf Moritz von Hessen-Kassel eine hochrangige englische Gesandtschaft zur höfischen Jagd nach Melsungen. Sie war gekommen, um die hessische Prinzessin Elisabeth im Namen ihrer Patin, Königin Elisabeth I. von England, aus der Taufe zu heben. Nach der dreitägigen Taufzeremonie fuhr man zum Jagen – wo »mehr Freyheit und ungezwungenes Wesen« möglich war.

Die Ausstellung im Hessischen Landesmuseum widmet sich bis zum 12. Januar 2020 am Beispiel konkreter Jagdereignisse in Hessen der gesellschaftlichen und politischen Funktion höfischer Jagd in der Frühen Neuzeit. Prunkvolle Waffen und Ausstattungsgegenstände, aber auch Pokale, Besteck, Kleidung und Gemälde spiegeln den Anspruch von Gastgeber und Gästen. Neben herausragenden Beständen aus ehemals landgräflichem Besitz in der MHK zeigen Leihgaben der Hessischen Hausstiftung aus dem Museum Schloss Fasanerie und Leihgaben des Museums Jagdschloss Kranichstein die Dimension solcher Jagdereignisse.

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