Die Flussniederung zwischen der Fulda und dem Weinberg, ursprünglich Weideland, wurde in wachsendem Umfang für Garten- und Parkanlagen des Landesfürsten in Anspruch genommen.
Von dem Garten Landgraf Wilhelms IV. im 16. Jahrhundert über Geländeankäufe des Landgrafen Moritz im 17. Jahrhundert ging die Entwicklung zu der gewaltigen barocken Parkanlage Landgraf Karls Anfang des 18. Jahrhunderts, deren Fläche größer war als das damalige bebaute Stadtgebiet.
Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts entstanden überwiegend fünfgeschossige Wohnhäuser an der damals baumbestandenen Frankfurter Straße, nicht zuletzt begünstigt durch die Standorte der Husarenkaserne, heute Versorgungsamt, und der Jägerkaserne.
Mit dem 1908 eingeweihten Gebäude der Kunstakademie an der Menzelstraße hielt der Kunsthochschulbetrieb seinen Einzug im Stadtteil. Bereits seit den zwanziger Jahren geplant, wurde die Gartenstadt Auefeld mit über 700 Wohnungen 1955/56 in einem Zuge errichtet. Einen besonderen städtebaulichen Akzent setzte die 1960 eingeweihte Markuskirche.