Bestrebungen der Aufklärungszeit, die Bevölkerungszahl zu steigern und brachliegendes Land zu kultivieren, veranlassten Landgraf Friedrich II. zur Gründung von elf Kolonien. Eine davon, die Kolonie Philippinenhof, wurde 1778 im äußersten Norden der Kasseler Gemarkung gegründet. Die ungünstige Bodenbeschaffenheit ließ jedoch nur geringe Erträge zu. Noch 1895 war Philippinenhof eine Siedlung mit 228 Einwohnern in 22 Häusern.
In den zwanziger Jahren entstand angesichts der damaligen Wohnungsnot eine Anzahl einfacher Lehmhäuser, die 1971 bis 1973 einem Neubauprojekt mit 344 Wohnungen weichen mussten. Weitere wichtige Etappen in der Siedlungsentwicklung waren der Bau der Warteberg-Siedlung in den dreißiger Jahren, die GWG-Siedlung 1935/36 und der Bau der Adam-von-Trott-zu-Solz-Siedlung in den Jahren 1958 bis 1964.