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Stadtinformation > Stadtteile > Nord-Holland >

Historische Entwicklung des Stadtteils Nord-Holland Vorlesen

Gießhaus - Die Maschinenfabrik von Henschel & Sohn in Cassel. Stahlstich von Johann Heinrich Martens, 1837

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts erstreckten sich nördlich des Holländischen Platzes, außerhalb der Stadtmauer, Gärten und Felder. Hier wurde 1843 der neue Hauptfriedhof eröffnet, der 1926 um eine Gebäudeanlage und weitere Flächen erweitert wurde.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte das 1810 gegründete Lokomotivbau-Unternehmen Henschel & Sohn einen raschen Aufschwung, so dass neue Werkshallen entstanden. Zahlreiche andere Industriebetriebe ließen sich nieder wie z. B. 1850 Gasfabrik, 1880 Schlachthof, 1881 Gottschalk & Co. Gleichzeitig wurden schlichte Mietwohnungen für die arbeitende Bevölkerung errichtet.

Holländische Straße um 1910

Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden Siedlungen neuen Charakters an der Karolinenstraße und Fiedlerstraße. Das erste Bürgerhaus in Kassel, das Philipp-Scheidemann-Haus, wurde im Herbst 1962 in der Nordstadt eingeweiht.

1975/76 ging das Gelände der „Henschelei“ an die Gesamthochschule Kassel über. Heute ist es der Hauptstandort der Universität Kassel, die den Stadtteil seitdem zunehmend prägt. In einem Verwaltungsgebäude des 1978 in das Waldauer Industriegebiet verlegten Schlachthofs etablierte sich das Kulturzentrum Schlachthof.