Ab Anfang Februar werden die ersten Fahrräder des Fahrradvermietsystems "Konrad" auf Kassels Straßen zu sehen sein. Es handelt sich um einen Vorabtest, in dem die Funktionalität der Funkboxen getestet werden soll. Diese hatten zu Verzögerungen beim Start des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Forschungsprojektes geführt, da es zu unerwarteten Ausfällen der Laderegler in den Funkboxen gekommen war.
Ab Mitte Februar wird darüber hinaus, bis zum geplanten Start des Projekts Anfang April, ein Testbetrieb mit 50 bis 100 Personen stattfinden. Die Testnutzer, als eine Art "Friendly-User-Group", stellen unter anderem am Projekt beteiligte Personen, freiwillige Mitarbeiter von KVG und NVV, Mitglieder von ADFC und VCD, Mitarbeiter und Studenten der Uni Kassel sowie Bürgerinnen und Bürgern, die vorab Interesse an einer Testnutzung geäußert hatten.
In diesem Rahmen sollen noch einmal alle Funktionen des Systems von der Registrierung über die verschiedenen Kanäle, unterschiedliche Ausleih- und Rückgabefälle, die Eingabe von Guthabencodes sowie die Abrechnung der verschiedenen Kundengruppen getestet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse mit detaillierten Erfahrungsberichten der Testnutzer werden sowohl für die mögliche Optimierung des Systems vor dem Start als auch für die Fortführung der Evaluation genutzt. Neben einer Einführungsveranstaltung wird es während der Testnutzung zu einem intensiven Austausch zwischen Nutzern und Projektmitarbeitern kommen, um Änderungen schnell zu kommunizieren und auf Probleme direkt reagieren zu können.
Im Rahmen des Testbetriebes werden die "Konrad"-Stationen nach und nach mit Fahrrädern aufgefüllt, um einen Echtbetrieb simulieren zu können. Bürger, die das System nutzen möchten, können sich jedoch erst nach Ablauf des Testbetriebes registrieren und danach mit "Konrad" fahren.
Kontakt:
Nähere Informationen können über die E-Mail-Adresse theresa.maiwald@stadt-kassel.de angefordert werden.
Wo sich die 50 Vermietstationen befinden, ist aus der Übersichtskarte links zu entnehmen. Bitte klicken Sie zum Vergrößern auf die Grafik. Außerdem können Sie den Plan auch in verkleinerter Form als pdf-Datei herunterladen.
Die Standorte wurden nach unterschiedlichen Kriterien ausgewählt, zum Beispiel dem voraussichtlichen Bedarf, wichtigen Quellen und Zielen zum Beispiel Schwimmbäder, publikumsintensive Einrichtungen, ÖPNV- Endhaltestellen oder Universitätsstandorte. Sie stehen überwiegend in einem Korridor vom Bahnhof Wilhelmshöhe über den Vorderen Westen und der Innenstadt bis zur Universität am Standort Holländischer Platz.
Die Stadt Kassel erhält im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgelobten Modellversuchs "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme - Neue Mobilität in Städten" eine Bundesförderung von 1,4 Mio. € zur Einrichtung eines Fahrradvermietsystems. Seit dem Beschluss des Magistrats vom 23. August 2010 wird das vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Kassel in Kooperation mit KVG und NVV initiierte Projekt aufgebaut.
Das System bietet die Möglichkeit, einen wichtigen Baustein einer nachhaltigen Verkehrspolitik darzustellen. Kernziele des Projekts sind die Förderung der Nahmobilität, die Verknüpfung von Radnutzung und Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Weitere Auswirkungen des Fahrradvermietsystems sind: Eine Verbesserung des Verkehrsklimas durch Entschleunigung, die Verringerung der verkehrsbedingten Luftschadstoffe und Lärmemissionen sowie die Verbesserung des Mobilitätsangebots für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Kfz. Die Nutzung der Mieträder wird die Freisetzung CO2 vermindern und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die gegenwärtigen Einschätzungen zu verschiedenen Nutzergruppen sind folgende:
Vor der ersten Nutzung muss man sich online im Internet oder telefonisch registrieren. Für die Online-Registrierung können die Terminals im ICE-Bahnhof, im Hauptbahnhof oder am Friedrichsplatz genutzt werden. Bei der telefonischen Registrierung hilft Ihnen auch gerne das Personal des Callcenters. Benötigt wird die Nummer der EC-Karte, der Kreditkarte oder des Personalausweises sowie die Kontodaten.
Bei der Miete wird der registrierte Kunde beim Anruf an der Rufnummer erkannt. Durch die für jedes Fahrrad individuelle Telefonnummer erkennt das Callcenter direkt, welches Rad gemietet werden soll und schaltet dieses frei.
Unterwegs kann das Schloss jederzeit verriegelt und durch Eingabe eines persönlichen Codes wieder geöffnet werden. Der Mietvorgang wird beendet, wenn Konrad in einer beliebigen Station abgestellt und nach dem Verriegeln des Schlosses die Rückgabetaste gedrückt wird. Ein direkter Anschluss an die vorhandenen Bügel ist dabei nicht erforderlich, falls diese alle belegt sein sollten. Außerhalb einer Station ist die Rückgabe nicht möglich.
|
Je angefangene 30 Minuten |
0,50 € |
|
Nachttarif (22:00 - 7:00 Uhr) |
0,50 € |
| Je 24 Stunden | 10,00 € |
| Je Woche | 50,00 € |