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Zum Gedenken an die Kasseler Sinti und Roma

Gedenktafel für Sinti und Roma; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion Zum Vergrößern anklicken

Die Sinti und Roma unterlagen im Nazistaat einer doppelten Verfolgung. Erstens galten sie als »fremdrassig«, und zweitens rechnete man sie pauschal zur Gruppe der »Asozialen«. Ab 1936 untersagte man ihnen das Umherziehen und die Ausübung ihrer traditionellen Berufe und sperrte sie schließlich in besondere Lager. In Kassel mussten die Sinti ab 1937 in einem bewachten, mit Stacheldraht umzäunten Lager auf der Wartekuppe in Niederzwehren leben, das sie nur zur Arbeit verlassen durften. Das abgelegene Gelände mit Tongruben und einer Ziegelei hatte im Ersten Weltkrieg als Kriegsgefangenen- und Seuchenlager gedient. Auf einem Teil des Geländes wurden nun die Sinti mit ihren Wohnwagen untergebracht. Um die Jahreswende 1939/40 wurden die Sinti von der Wartekuppe abtransportiert, wahrscheinlich in das KZ Buchenwald, und von dort aus weiter in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt fielen dem Völkermord über 500.000 Sinti und Roma zum Opfer.

Die Gedenktafel befindet sich im Ehrenhof an der Vorderseite des Rathauses in der Oberen Königsstraße 8, 34117 Kassel.

Veröffentlicht am:   09. 02. 2016  


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