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Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr"; © MAlte Mekifffer
Malte Mekiffer, Dozent für "Lehrpraxis Klavier"


Seit wann spielen Sie Klavier?

Seit dem 6. Lebensjahr. In der 8. Klasse habe ich ein Jahr Pause gemacht.


Ist, Pianist und Klavierlehrer zu sein, Ihr Traumberuf?

Ich könnte mir auch vieles Anderes vorstellen, aber Klavierlehrer und Pianist sind beides wunderbare Berufe, die mir viel Freude bereiten. Vor allem die Kombination ist attraktiv, wenn man als Pianist die Möglichkeit hat, sich künstlerisch zu entfalten, während man durch Klavierschüler ein monatliches Grundeinkommen sicherstellen kann. Hingegen kann der Pianistenberuf manchmal auch recht einsam sein, wenn man in seiner Übezelle große Werke erarbeitet. Als Klavierlehrer hingegen hat man regelmäßig Kontakt mit seinen Schülern und muss sich auf diese einlassen, ihnen zuhören; das bringt viel Leben und Abwechslung, wieder eine tolle Ergänzung.


Haben Sie eine Lieblingsmusik? Einen Lieblingskomponisten, den Sie ganz besonders gern spielen?

Mich reizt  besonders die Musik von Ernst von Dohnanyi, einem ungarischen Komponisten der Spätromantik. Ich träume davon, sein 2. Klavierkonzert einmal mit Orchester spielen zu dürfen.

Sie übernehmen das Fach "Lehrpraxis Klavier" an der Musikakademie. Was sehen Sie als wichtigste Aufgabe?

Mittlerweile unterrichte ich seit 10 Jahren. Da hat sich einiges an Erfahrungen angesammelt. Neben einigen Erfolgen - ehemalige Schüler/-innen, die immer noch begeistert Klavier spielen und tolle Fähigkeiten auf dem Instrument erworben haben - hat auch manches nicht geklappt - Schüler/-innen, die nach kurzer Zeit aufgehört haben, bei denen der Funke nicht übergesprungen ist. Für mich ist der Start an der Musikakademie ein Anlass, einmal wieder zu reflektieren, was guten Unterricht ausmacht und welchen Aspekten ich bislang vielleicht nicht genug Beachtung geschenkt habe. Ich sehe meine Aufgabe darin, werdende Kollegen in der Selbstreflexion über den Unterricht zu unterstützen und mit ihnen meine eigenen Erfahrungen aus der Praxis heraus zu teilen, auf dass sie ihnen helfen mögen, ihr eigenes Profil als Klavierlehrer zu finden und weiterzuentwickeln.


Was raten Sie jungen Menschen, die sich für ein Studium mit Hauptfach Klavier an der Musikakademie interessieren?

Wartet nicht auf das Studium, bevor ihr euch eure ersten Schüler sucht! Ihr habt schon allein dadurch ein Grundwissen, dass ihr selbst Unterricht erhalten habt. Das Studium an der Musikakademie dient dem Ausbau und der Vertiefung von vorhandenen Fähigkeiten. Ihr profitiert daher noch mehr, wenn ihr bereits Praxiserfahrung mitbringt.

Vielen Dank für das Gespräch! Wir wünschen Ihnen einen guten Start und eine glückliche Hand im Unterricht.

Veröffentlicht am:   25. 07. 2017  


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