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Veranstaltungsreihe "MEDIA IN VITA - Die Musik und der Tod"

Der unbestrittene Höhepunkt der Veranstaltungen der Musikakademie im Wintersemester 2015/16: Die Konzertreihe „MEDIA IN VITA - die Musik und der Tod“
(Donnerstag, 12. November, bis Sonntag, 22. November)

Unterschiedlichste Partner aus Kassel haben sich zusammengefunden: die evangelische Karlskirche, die katholische Kirche Sankt Elisabeth, das jüngst eröffnete Sara-Nussbaum-Zentrum-Kassel e.V., die Freimaurerloge „Goethe zur Bruderliebe“ e.V. sowie das Stadtarchiv Kassel und das Museum für Sepulkralkultur. Während dieser zehn Tage bestreiten Dozentinnen und Dozenten, aber natürlich auch die Studierenden der Musikakademie jeden Abend ein Konzert mit einem anderen Programm. In musikalischer Hinsicht schlagen sie dabei einen großen Bogen von der Musik Johann Sebastian Bachs bis hin zu Frank Zappa oder der Weltmusik.

Musik und Tod gehören sind einander eng verbunden. Liturgisch und rituell bekannt sind Sterbe- und Totengesänge, seitdem Musik niedergeschrieben wird. Natürlich ist aber auch anzunehmen, dass die Menschen bereits in der Zeit vor der Erfindung der Notenschrift ihrer Trauer und Klage mit Musik und Liedern Ausdruck verliehen, wie wir es auch noch heute bei vielen Völkern und Kulturen erleben können, die keine musikalische Schriftkultur entwickelt haben. Viele Kompositionen haben den Tod zum Thema - wer dächte da nicht an Franz Schuberts Lied „Der Tod und das Mädchen“? Darüber hinaus üben natürlich letzte Werke immer einen besonderen Reiz auf die Musikwelt aus. Sind darin Vermächtnisse zu sehen wie bei Schostakowitschs Sonate für Viola und Klavier, opus 147? Schwingt in ihnen eine Todesahnung, ja sogar -sehnsucht mit? Gerade unvollendete Werke, bei denen der Tod dem Komponisten sozusagen die Feder aus der Hand riss, wie dem „Lacrimosa“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem oder dem letzten Kontrapunkt der Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach, jagen uns beim Hören einen Schauer über den Rücken. Sie waren natürlich auch Anlass für zahlreiche Legendenbildungen der Musikgeschichte. Und ist in die Musik selbst, also jener Kunstform, die nur im Verlauf zu erleben ist, nicht gewissermaßen auch der Tod eingewoben? So leidenschaftlich es auch interpretiert wird, ist der letzte Ton eines Werks erklungen, lebt dessen Musik nur noch in unser Erinnerung.

 

Alle Veranstaltungen in der √úbersicht

Flyer zu der Veranstaltungreihe

Ank√ľndigung der Veranstaltungsreihe im (k)KulturMagazin

Vortrag von Elena Padva (Sara Nussbaum Zentrum Kassel) "Ich bin ein Gast in diesem Leben"

3 bilder aus kassel


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