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Kinder- und Jugendschutz

Jugendschutz ist eine gesellschaftliche Aufgabe mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen zu schützen und sie zu stärken gegenüber Beeinträchtigungen aller Art.

Das Jugendschutzgesetz setzt dafür den Rahmen.

Der Jugendschutz soll die Rechte und Chancen von Kindern und Jugendlichen (unter 18-Jährige) auf eine gesunde Entwicklung sichern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern.

Informationen zum Jugendschutz


Gesetzlicher Kinder- und Jugendschutz

Jugendschutz - Jugendschutzgesetz; © Kinder- und Jugendförderung; Fotografin: Cornelia Stephan

Der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz regelt im Wesentlichen, was jugendbeeinträchtigend und jugendgefährdend ist.

Er richtet sich primär an Erwachsene, Gewerbetreibende, Anbieter von Medienprodukten und Institutionen.

Gegen Verstöße werden Straf- und Bußgeldvorschriften formuliert. In der Bundesrepublik Deutschland gelten bezüglich des gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes die folgenden Gesetze und Verordnungen:

Gesetze und Verordnungen zum Jugendschutz:

Diese beziehen sich :

Jugendschutz in der Öffentlichkeit

Das Jugendschutzgesetz gilt in der Öffentlichkeit, also an Orten, die der Allgemeinheit zugänglich sind; zum Beispiel Geschäfte, Gaststätten, Kinos, Diskotheken, Spielhallen, Straßen und öffentliche Plätze. Für nicht-öffentliche, private Veranstaltungen oder Vereinsfeiern gilt das Gesetz nicht.

Jugendschutz im Hinblick auf Tabak und Alkohol

Weil der Konsum von Tabakwaren und alkoholhaltigen Getränken und Lebensmitteln gesundheitsgefährdend ist, enthält das Jugendschutzgesetz Regelungen zur Altersfreigabe dieser Waren.

Jugendschutz im Bereich der Medien

Das Jugendschutzgesetz legt fest, ab welchem Alter Jugendliche Zugang zu bestimmten Medien erhalten dürfen. Das betrifft Kinofilme, darüber hinaus auch Videos sowie Computer- und Videospiele, soweit diese in Form so genannter Trägermedien vorliegen (also auf CD, DVD, Videokassette). Für den Bereich von Rundfunk (Radio und Fernsehen) und Online-Medien (z. B. Internet) regelt das der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.


Struktureller Jugendschutz

Jugendschutz - Struktureller Jugendschutz; © Kinder- und Jugendförderung; Fotografin: Cornelia Stephan

Unter strukturellem Kinder- und Jugendschutz werden Aktivitäten und Maßnahmen der Jugendhilfe verstanden, die auf die Lebensbedingungen junger Menschen einwirken.

Lebensräume von Kindern und Jugendlichen sollen angepasst und verbessert werden, indem gesellschaftliche Zusammenhänge und Strukturen, die die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen können, erkannt und durch gestaltende und planende Maßnahmen beseitigt werden.

Dazu zählen:

  • Verkehrsplanung
  • Stadtplanung
  • Spielraum- und Freizeitstättenplanung
  • Umweltschutz
  • Verhinderung von struktureller Vernachlässigung


Präventiver Kinder- und Jugendschutz

Jugendschutz - Präventiver Jugendschutz; © Kinder- und Jugendförderung; Fotografin: Cornelia Stephan

Der präventive Kinder- und Jugendschutz ist in erster Linie auf pädagogisches Wirken hin ausgerichtet.

Mittels präventiver, unterstützender, beratender, informativer und fördernder Angebote sollen Kinder und Jugendliche zum Umgang mit Gefährdungen und „Lebensrisiken“ befähigt werden. Ziel von Prävention ist die Erkennung und Vorbeugung möglicher negativer Entwicklungen.

Nicht nur an junge Menschen richten sich die Angebote, sondern auch an die Erwachsenenwelt, insbesondere an Eltern und Multiplikatoren, um sie (besser) zu befähigen, die jungen Menschen vor Risiko- und Gefährdungssituationen zu schützen.

Die Maßnahmen des präventiven Jugendschutzes sind im wesentlichen Angebote in folgenden Bereichen:

  • Gesundheitsprävention
  • Suchtprävention
  • Gewaltprävention
  • Mobile Jugendarbeit
  • Antidemokratischen Tendenzen
  • Medienschutz

Veröffentlicht am:   03. 10. 2016  


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