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Stadtmuseum Kassel

Der Blick vom Geschichtsturm des Stadtmuseums; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

Kasseler Kunsthandwerk ; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

bunte Schubladen mit der Aufschrift Moderne zeiten udn Gute alte Zeiten; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

Das Stadtmuseum wurde von Grund auf saniert und um den Geschichtsturm erweitert. Das Haus hat jetzt  1100 Quadratmeter Ausstellungsfläche und wird am Samstag, 18. Juni 2016, mit einem großen Fest eröffnet. Als kleinen Countdown und Vorgeschmack auf die neue Ausstellung, sehen Sie in der rechten Spalte alle Tweets, über das Stadtmuseum.

Ausschnitt aus dem Flyer: Schwarz-Weiß-Foto, das eine Frau mit Kinderwagen in der Treppenstraße zeigt; © Stadt Kassel

Schon jetzt zu sehen: ZEITBilder.
„Acht Jahrzehnte Foto Eberth Cassel“

Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums zeigt in der Zeit von Sonntag, 17. April, bis zum 18. September Bilder der traditionsreichen Kasseler Fotografenfamilie Eberth. Neben den oft publizierten – und den Kennern bestens bekannten Bildikonen zeigt die Ausstellung auch bisher wenig veröffentlichtes Material. Sie bietet einen Einblick in die Vielfalt der Zeitgeschichte und des Alltagslebens im Kassel des 20. Jahrhunderts.

Besondere Momente und fast Vergessenes

Die Ausstellung rückt öffentliches und privates Leben aus nahezu 100 Jahren Kasseler Stadtgeschichte in den Mittelpunkt. Neben der Entwicklung von Wirtschaft und Arbeit richtet sich der Blick auf politische Akteure – von Kaiser Wilhelm über Philipp Scheidemann bis Willy Brandt. Auch Zerstörung und Wiederaufbau wurde von "Foto Eberth" eindringlich in verschiedenen Aspekten des Alltags festgehalten. Die Fotografien zu Sport, Kultur und Freizeit machen den Wandel des täglichen Lebens fassbar – gerade in den Jahren des Nationalsozialismus. Auf die bäuerlich geprägte Lebenswelt des nordhessischen Raumes wird ein Seitenblick geworfen. Die Ausstellung verzichtet nicht auf die Präsentation von Fotografien, die als "Ikonen" in das kollektive Gedächtnis eingegangen sind. Kuriositäten vermitteln, bewusst oder unbewusst, ein Stück "ironische Fotografie".

"Foto Eberth" - Fotografie mit Familientradition

2005 beendete "Foto Eberth" in der Friedrich Ebert Straße 42 eine langjährige erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Von den Jahren des ausgehenden Kaiserreichs bin in die ersten Jahre des wiedervereinigten Deutschland reicht eine Familientradition, die kontinuierlich die Regional- und Zeitgeschichte begleitet hat und dank einer reichen Überlieferung einen für Kassel bemerkenswerten dokumentarischen Wert erzeugt hat.

Neben der fotografischen Arbeit für den bürgerlichen Alltag traten Industrie- und Werbeaufnahmen, Reportagen sowie Bildberichterstattung für Zeitungen und Nachrichtenagenturen. Mit der Übernahme des Nachlasses durch das Stadtarchiv Kassel konnte die systematische Erschließung von 52000 Negativen in Angriff genommen werden.

Schwarz Weiß Fotografie von Kindern in einem Esenssaal; © Stadtarchiv Kassel

Schwarz Weiß Fotografie von Menschen vor dem Fridericianum; © Stadtarchiv Kassel

Ein Blick hinter die Kulissen

Um der interessierten Öffentlichkeit diesen einzigartigen Bestand zu präsentieren, wurde das umfangreiche Material durchforstet und daraus die rund 240 ausgestellten Bilder ausgewählt. Die Ausstellungsmacher haben dabei bewusst auf eine "Verschönerung" des historischen Fotomaterials im Sinne der heute möglichen digitalen Technik verzichtet. Manch ein Foto zeigt die Spuren der Zeit: der Entstehung ebenso wie der Überlieferung. Der Betrachter wird trotz der oft fragilen optischen Qualität den historischen Wert der Darstellung erkennen können.

Mit der Bestandserschließung hatte das Stadtarchiv im Jahr 2011 begonnen. Für die Erschließung schwierig erwies sich der Umstand, dass keine Arbeits- und Auftragsbücher vorlagen, die eine exakte Datierung gerade des Vorkriegsbestandes ermöglicht hätten. Aufwändige Recherchen waren deshalb unumgänglich.

Buch zur Ausstellung

Die reich illustrierte Begleitpublikation bietet einen Querschnitt des fotografischen Werkes der „Presse-Illustrationszentrale Carl Eberth“, wie sich die Bildagentur in einem Werbetext nannte. Über die Ausstellung hinausgehend werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder ausführlich präsentiert, auch solche, die in früheren Buchveröffentlichungen mit Eberth-Fotos meist unbeachtet blieben. Das Buch dokumentiert aber nicht nur den Nachlass von „Foto-Eberth“. Mit eindrucksvollen Bild-Impressionen bietet es zudem einen lebendigen Zugang zur Stadt- und Regionalgeschichte im 20.Jahrhundert.

Bilddatenbank

Mit der Eröffnung der Ausstellung geht auch eine Bilddatenbank online und ermöglicht damit die Recherche in den Fotografien des Fotostudios Eberth. Bilder können ab Freitag, 15. April, bequem online bestellt und in hochaufgelöster Qualität kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Öffnungszeiten

Dienstag: 12 bis 17 Uhr
Mittwoch: 12 bis 20 Uhr
Donnerstag: 12 bis 17 Uhr
Freitag: 12 bis 17 Uhr
Samstag: 12 bis 17 Uhr
Sonntag: 12 bis 17 Uhr
Bis zur Wiedereröffnung des kompletten Stadtmuseums am 18. Juni ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei. Danach gelten die Preise für den Eintritt in das Stadtmuseum.

Stadtmuseum Kassel

Telefon: +49 561 787 1400
E-Mail: stadtmuseum@kassel.de
Anschrift: Ständeplatz 16
34117 Kassel
Internet: www.stadtmuseum-kassel.info



Führungstermine für die Eberth-Ausstellung


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