Das Kasseler Stadtmuseum, hier eine Außenansicht des Gebäudes, ist wegen Um- und Ausbauarbeiten im Rahmen der Neuordnung der Museumslandschaft zurzeit geschlossen. Die Wiedereröffnung ist zum Auftakt des 1100-jährigen Stadtjubiläums Kassels im Jahr 2013 geplant.
In nächster Nähe zu seiner "Baustelle" am Ständeplatz hat das Stadtmuseum für die Dauer der Umbauphase in der Wilhelmstraße seine "Schaustelle" eröffnet. Die Schaustelle Stadtmuseum beherbergt die Verwaltung, Bibliothek, das Archiv und das Depot, bietet aber auch Raum für kleinere Veranstaltungen, museumspädagogische Aktionen und Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Prunkstück des charmanten Provisoriums ist das große Modell der Stadt Kassel im Jahr 1766, von dem ausgehend verschiedene Stadtführungen unternommen werden können.
"Collapse and Recovery" lautet eines der Leitmotive der 13. documenta des Jahres 2012. Dieses Motto aufgreifend zeigt das Stadtmuseum in seiner "Schaustelle" eine kleine Ausstellung über Kassels mühevollen Weg vom Bombenkrieg zum "Wirtschaftswunder".
Kassel war am Ende des Zweiten Weltkrieges eine Ruinenstadt. Die Baubehörden hatten einen Gesamt-Zerstörungsgrad von fast 78 Prozent ermittelt, annähernd zwei Drittel aller Industriebauten waren schwer getroffen. Den Hauptschaden hatte in der Innenstadt der Großangriff vom 22. Oktober 1943 angerichtet. Rund 400.000 Brandbomben der Royal Air Force hatten zusammen mit fast 1.000 schweren Sprengbomben während eines nur rund 25-minütigen Bombardements die alte Fachwerkstadt in einem Großfeuer versinken lassen. Rund 10.000 Menschen starben, ebenso viele wurden verletzt. Zehntausende waren obdachlos, und noch 1953 warteten 40.000 Kasseler Evakuierte auf die Gelegenheit zur Rückkehr in die Heimatstadt.
Diesen schier unüberwindlichen Schwierigkeiten zum Trotz gelang es bis Ende der 1950er Jahre, den Anschluss an das westdeutsche "Wirtschaftswunder" zu finden. Und mehr noch: die Stadt konnte sich neu definieren und positionieren. Sie löste sich erfolgreich vom Image der "Gauhauptstadt", der "Stadt der Reichskriegertage" oder der Rüstungsproduktion. Nach der ersten documenta und der Bundesgartenschau des Jahres 1955 zeigte sich Kassel modern, weltoffen, tolerant, als Stadt einer neuen Kultur des demokratischen Deutschland
| Institution: | Stadtmuseum Kassel - Schaustelle |
| Telefon: | ++49 561 787 1400 |
| Telefax: | ++49 561 787 |
| E-Mail: | stadtmuseum@stadt-kassel.de |
| Anschrift: |
Wilhelmsstraße 2 34117 Kassel |
| ÖPNV: | Fahrplanauskunft |
| Stadtplan: | Lage im Stadtplan |
| Internet: | www.stadtmuseum-kassel.de |
| Montag: | geschlossen |
| Dienstag: | 12.30 bis 17 Uhr |
| Mittwoch: | 12.30 bis 17 Uhr * |
| Donnerstag: | 12.30 bis 17 Uhr |
| Freitag: | 12.30 bis 17 Uhr |
| Samstag: | geschlossen |
| Sonntag: | geschlossen |
| Erwachsene: | frei |