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Stadtmuseum Kassel

Der Blick vom Geschichtsturm des Stadtmuseums; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

Kasseler Kunsthandwerk ; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

bunte Schubladen mit der Aufschrift Moderne zeiten udn Gute alte Zeiten; © Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion

Das Stadtmuseum Kassel ist in der reichen Kasseler Museumslandschaft eine Topadresse für alle, die sich über das Werden und das Sein Kassels informieren möchten.


Medientisch im Stadtmuseum informiert über die Königsstraße im Wandel der Zeit

Zeigen, wie man den Medientisch mit den Händen bedienen kann; © Stadt Kassel; Foto: Soremski Leiter der städtischen Museen Dr. Kai Füldner, Stadtbaurat Christoph Nolda, Vorsitzender der City-Kaufleute Alexander Wild, Animationsfilmer Felix Kramer, Medientisch-Gestalter Ralf Mahr, Katrin Freitag von den City-Kaufleuten

Pünktlich zum Baustart 2018 hat Stadtbaurat Nolda einen Medientisch im öffentlich zugänglichen Bereich des Stadtmuseums vorgestellt, der die Königsstraße im Wandel der Zeit zum Thema hat.

"Die Königsstraße ist das Herzstück der Innenstadt, deren Modernisierung dringend notwendig ist. Mit dem Medientisch hat der Interessierte eine anschauliche Möglichkeit, sich über die Königsstraße und deren unterschiedliches Erscheinungsbild einen eigenen Eindruck zu verschaffen", so Stadtbaurat Nolda.

Der Medientisch wurde von Ralf Mahr/Atelier für Gestaltung (blu)form konzipiert und umgesetzt. Er enthält Bilder, Visualisierungen, Erläuterungstexte und einen Film von Felix Kramer rund um die Geschichte der Königsstraße und deren Modernisierung.

Insgesamt 19 historische Ansichten der Königsstraße aus dem Stadtmuseum wurden in nahezu identischer Perspektive im vergangenen Jahr neu fotografiert. Durch die unmittelbare Gegenüberstellung dieser Bilder können die Betrachter den Wandel nachvollziehen und erfahren, welche Gebäude sich früher an gleicher Stelle entlang der Oberen und Unteren Königsstraße befanden. Ergänzend dazu hat die Wissenschaftshistorikerin Dr. Marlen Ley in kurzen Texten die Darstellungen erklärt. Die Königsstraße zieht sich wie ein Band über den Medientisch, der über eine Touchscreen-Oberfläche verfügt und sich einfach bedienen lässt. Die gegenübergestellten Fotografien erscheinen und verschwinden, können vergrößert und im Detail betrachtet werden. Neben dem Vergleich Vergangenheit/Gegenwart und den damit zusammenhängenden textlichen Erläuterungen wird auch die zukünftige Gestaltung der Königsstraße in den Blick genommen. Drei Visualisierungen kontrastieren mit dem aktuellen Erscheinungsbild und zeigen, wie sich die Königsstraße in zwei Jahren präsentieren wird. Auch das neue Beleuchtungskonzept ist dargestellt.

Die neue Königsstraße bei Tag; © Stadt Kassel Die neue Königsstraße bei Tag...

Die neue Königsstraße bei Nacht; © Stadt Kassel ... und bei Nacht

Stadt- und Landesmuseum planen erste gemeinsame Sonderausstellung

Ausstellungsobjekte aus der Bevölkerung werden gesucht
Im Herbst 2018 jähren sich zum 100sten Mal das Ende des Ersten Weltkriegs und der Beginn der Weimarer Republik. Anlässlich dieses historisch bedeutsamen Jahrestages planen das Stadtmuseum Kassel und die Museumslandschaft Hessen Kassel im Landesmuseum – erstmals in der Geschichte der beiden Häuser – ein gemeinsames Sonderausstellungsprojekt unter dem Titel "1918 – Zwischen Niederlage und Neubeginn".

Schubladen Frankfurter Küche; © Stadt Kassel; Foto: Wölbling Kaffee, Reis, Zucker, Kakao und Mehl wurden in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Schubfächern eines Küchenschrankes aufbewahrt. Die "Frankfurter Küche" wird als ein Beispiel für die Einrichtung dieser Zeit zu sehen sein.

1918 – Zwischen Niederlage und Neubeginn

Ausgangspunkt für diese Ausstellung ist das Ende des Ersten Weltkrieges und die Reorganisation des kulturellen, sozialen und politischen Lebens in all seinen Facetten. Neben der unmittelbaren Nachkriegszeit sollen vor allem die Modernisierungsprozesse aufgezeigt werden, die bereits   1918/19 in Gang gesetzt wurden und bis heute das Bild der Weimarer Republik prägen. Der Alltag der Menschen in dieser turbulenten Zeit   beruhte auf gegensätzlichen Erfahrungen und Empfindungen: So konnte die Aufbruchsstimmung nach Gründung der ersten deutschen Demokratie nicht über die materiellen Notzeiten hinwegtäuschen; neue politische und kulturelle Freiheiten standen Wohnungsnot, Lebensmittelknappheit und Arbeitslosigkeit gegenüber. Wie hatte der Erste Weltkrieg die Stadt, das Umland und die Gesellschaft verändert, und was veränderte nun der Frieden?  

Für dieses Ausstellungsprojekt fehlt es noch an Objekten Deshalb bitten nun das Stadtmuseum und das Hessische Landesmuseum die Kasseler Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung. Gesucht werden aussagekräftige Objekte, Alltagsgegenstände und private Erinnerungsstücke, die einen Bezug zum Ersten Weltkrieg und vor allem zur Weimarer Republik haben; Uniformen, Gasmasken und Ausrüstungsgegenstände werden genauso gesucht wie Alltagskleidung, Gemälde und Plakate.

Sie sind im Besitz von solchen Objekten, die das Leben in und um Kassel in der Zeit von 1918 bis 1919 veranschaulichen und sind bereit, die Ausstellung mit Ihren Leihgaben zu unterstützen? Dann senden Sie bitte eine Mail an stadtmuseum@kassel.de (gern auch schon mit Fotos) oder melden Sie sich unter der Telefonnummer 0561 / 787 2033.

Rasierset von Philipp Scheidemann; © Stadt Kassel; Foto: Wölbling Das Rasierset vom ehemaligen Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann, der von 1920 bis 1925 die Geschicke der Stadt lenkte.

Radiodetektor; © Stadt Kassel; Foto: Wölbling Ein Radiodetektor aus den 1920er Jahren war der Vorläufer des Radios und ermöglichte es Radiosequenzen aus einem begrenzten Umfeld zu empfangen.

Sonderausstellung: Hingucker - Kasseler Persönlichkeiten und ihr Wirken

Philipp Scheidemann, Elisabeth Selbert oder die Brüder Grimm – sie alle haben Geschichte geschrieben und zählen zur Kasseler Prominenz. Aber sagen Ihnen die Namen Franz Schulze, Auguste Förster oder Hugo Schneider etwas? Würden Sie Heinrich Salzmann und Karl Henschel sofort erkennen? Und wussten Sie schon, dass es einmal einen Kasseler Karl May gab?

Gemälde eines Mannes mit Schoßhund; © Stadt Kassel Ludwig Philipp Rocholl, Schirm- und Spazierstockfabrikant

Bis 9. September

Nehmen Sie Blickkontakt auf mit Kasselern, Kasselanern und Kasselänern, die durch ihr Wirken die Stadt Kassel geprägt haben: Frei nach dem Motto "Gestatten Sie, dürfen wir vorstellen…" präsentiert das Stadtmuseum Kassel Porträts von Persönlichkeiten, die heute eher unbekannt sind oder deren Gesicht man nicht gleich vor Augen hat, obwohl ihr Name in aller Munde ist. Begegnen Sie Unternehmern, Künstlern, Schriftstellern und Oberbürgermeistern, aber auch Stadtgestaltern, Wohltätern und Bühnenstars.

Mit teils sehr persönlichen Dingen wird der Stadtgeschichte ein Gesicht gegeben: Sowohl die Lebensgeschichte dieser Menschen als auch ihre Verdienste in und für Kassel werden vorgestellt. Wie haben sie das gesellschaftliche Leben in Kassel durch ihre Arbeit oder durch ihr persönliches Engagement bereichert? Was haben sie der Nachwelt hinterlassen und welche Rolle spielen diese Leistungen noch heute? Welchen Persönlichkeiten kann man im heutigen Stadtbild noch begegnen? Erfahren Sie, warum es in Kassel z. B. eine Böttnerstraße und eine August-Fricke-Schule gibt. Gleichzeitig erhalten Sie einen interessanten Einblick in die städtische Sammlung. Viele der in der Ausstellung gezeigten Bildnisse sind bisher noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert worden – dabei schlummern im Museumdepot echte Hingucker, die nun erstmals ins Rampenlicht gerückt werden.

2 Personen schauen aus einem Bilderrahmen; © Stadt Kassel; Stadtmuseum Lassen Sie sich inspirieren! In dieser Ausstellung ist viel Raum für Ihre Ideen.

2 Personen schauen aus Bilderrahmen auf eine Frau im Sessel; © Stadt Kassel; Stadtmuseum Posten Sie Ihr Hingucker-Foto unter dem Hashtag #hinguckerkassel in den Sozialen Medien.




Innenaufnahme Stadtmusuem; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski Bildausschnitt: Zum Vergrößern anklicken

Das Stadtmuseum: ein Ort der Begegnung

Das Stadtmuseum zeigt in seinen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen Menschen, Dinge, Ereignisse; die schönsten und die dunkelsten Momente einer Stadt, die sich heute wirtschaftlich und kulturell im stetigen Aufwind befindet, die prachtvolle Zeiten erlebt hat, die im 2. Weltkrieg fast komplett zerstört wurde und diese Katastrophe und ihren Folgen dynamisch bewältigt hat.

Das Haus ist ein Ort der Begegnung und des Lernens für alle Generationen; es ist offen für die Altersgruppen, die in ihrer Stadt "viel mitgemacht haben"; es ist ein Ort für die Jüngeren, die jetzt und in Zukunft das Leben in Kassel gestalten werden.

Zusätzlich zu den Ausstellungsräumen gibt es eine Bibliothek für eigene Recherchen, einen Veranstaltungsraum sowie die KasselWerkstatt für die museumspädagogische Arbeit. Im "Geschichtsturm" widmen sich ansprechend inszenierte Sonderausstellungen auf drei Etagen speziellen stadtgeschichtlichen Themen.

Das Stadtmuseum regt dazu an, durch Zeitfenster mit ungewöhnlichen Perspektiven zu gehen und die historische Welt dahinter zu erkunden. Es berichtet mit vielfältigen Exponaten von der Geschichte und macht deutlich, dass jede Epoche ihre "modernen Zeiten" hatte und haben wird.


Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Am 24.12. und 31.12 geschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene: 4 Euro
Ermäßigt: 3 Euro
Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Stadtmuseum Kassel

Telefon: +49 561 787 1400
E-Mail: stadtmuseum@kassel.de
Anschrift: Ständeplatz 16
34117 Kassel
Internet: www.stadtmuseum-kassel.info



Angebote des Stadtmuseums


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