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Künstler-Nekropole Kassel Vorlesen

Anschrift: Habichtswald / Nähe Blauer See
34128 Kassel
Stadtteil: Harleshausen
Lage: Lage im Stadtplan
Lageplan Künstlernekropole; © Stadt Kassel Die Künstler-Nekropole liegt im Habichtswald am Stadtrand von Kassel, nahe dem Bergpark Wilhelmshöhe. Rund um den Blauen See, einem stillgelegten Steinbruch, errichten Künstler von „documenta-Rang“ zu Lebzeiten ihre eigenen Grabmäler und werden sich dort auch bestatten lassen.

Geplant sind insgesamt 40 Grabmäler. Bedingung ist, dass der Wald des Landschaftsschutzgebietes nicht gestört wird und die Grabmäler sich selbst überlassen bleiben. Harry Kramer sah in dem Projekt Nekropole eine neue Form für Kunst im öffentlichen Raum und keinen elitären Friedhof. Er selbst hat auf ein Grabmal in der Nekropole verzichtet und ist dort 1997 anonym bestattet worden.

Finanziert wird die Nekropole durch eine Stiftung, die aus dem Privatvermögen Harry Kramers hervorgeht. Träger der Stiftung ist die Stadt Kassel. Ein Stiftungsrat berät über Künstlerinnen und Künstler, die eingeladen werden, ihr Grabmal in der Nekropole zu errichten.

Öffnungszeiten

Die Nekropole liegt im Habichtswald und ist ganzjährig zugänglich. Die Waldwege können jedoch je nach Witterung nass oder rutschig sein.

Anfahrt

  • Mit dem PKW von Kassel-Innenstadt Richtung Kassel-Harleshausen, Ahnatalstraße über Rasenallee zum Parkplatz Bergfreiheit.
  • Mit dem PKW von Kassel-Wilhelmshöhe über Rasenallee Richtung Wilhelmsthal. Ahnatalstraße links bis zum Parkplatz.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Königsplatz mit Buslinie 10 oder 19 Richtung Kassel-Harleshausen bis Haltestelle "Sonnenhang". Von dort ca. 500 m zu Fuß über Ahnatalstraße zum Parkplatz "Bergfreiheit".


Die Kunstwerke

Rune Mields ; © Stadt Kassel

Rune Mields

La vita corre come rivo fluente (1992)
Mathematik wird dem Betrachter sichtbar, wenn er den Buchstaben, die alle Primzahlen zwischen 1 und 100 markieren, folgt. „Das Leben läuft wie ein fließender Fluss.“

Timm Ulrichs; © Stadt Kassel

Timm Ulrichs

Timm Ulrichs auf der Unterseite der Erdoberfläche (1992)
Kopfüber in den Waldboden hat der „Totalkünstler“ Timm Ulrichs seinen Körperabguss aus Bronze eingesenkt. Zu sehen sind nur die Fußabdrücke seiner Hohlfigur, die auch die Asche Ulrichs’ aufnehmen wird.

Fritz Schwegler; © Stadt Kassel

Fritz Schwegler

EN 6355 (1993)
Fast ein wenig traditionell, aber ironisch verschoben wirkt der Sarkophag mit der geheimnisvollen Inschrift „Lebensmüde? – Abulvenz!“ Schwegler spricht seine eigene Sprache. Eines seiner Urnotizbücher, in dem er den Sarkophag skizzierte, legte Schwegler mit anderen Kunstgegenständen als „Grabbeigabe“ in seine zukünftige Ruhestätte.

Werner Ruhnau; © Stadt Kassel

Werner Ruhnau

Spielraum (1995)
Vorbild für sein Monument war das Theater, der Festspielplatz. Ruhnau wünscht sich, dass auch seine Grabstätte als Ort des Festes und Spieles genutzt wird.

Heinrich Brummack; © Stadt Kassel

Heinrich Brummack

Vogeltränke (1997)
Das lebenspendende Element Wasser bestimmt das Grabmal von Heinrich Brummack. Er lädt die Vögel dazu ein, aus der Granitschale zu trinken, die auf seinen zwei Sarkophagen ruht.

Blalla W. Hallmann; © Stadt Kassel

Blalla W. Hallmann

Abendtreffen an der Lichtung – Harrys Abschied (1998)
Kurz vor seinem Tod malte Blalla W. Hallmann dieses Bild für Harry Kramer und die Nekropole.

Karl Oskar Blase; © Stadt Kassel

Karl Oskar Blase

Momentum (2001)
Momentum – der Augenblick in Bewegung und im Wechsel der Zeiten. Das Auge, nach innen und außen gerichtet, Geist und Materie gleichermaßen erfassend.

Ugo Dossi; © Stadt Kassel

Ugo Dossi

Denk-Ort
Gesichter des Todes, Formen der Seele (2003, Ausführung: Arnd Binder)
Eine schützende Installation aus massiven Stahlplatten. Betretbar. Die Bildmotive sind mit Laser in den Stahl geschnitten und scheinen als „Lichtbilder“ durch die Platten. Besucher können die Bildelemente der Installation auf Papier oder Stoff übertragen und mitnehmen.


Grundlagen für die Gestaltung der Grabmäler

  • Die künstlerischen Arbeiten müssen sich an der vorgegebenen Waldlandschaft orientieren und in sie einfügen. Sie sind in einem Abstand von bis zu 30 Metern vom Rundweg anzuordnen.
  • Die Höhe der Kunstwerke soll dem Landschaftsraum entsprechend drei Meter nicht überschreiten. Eingriffe in den Baumbestand sind nicht erlaubt.
  • Die versiegelte Fläche eines Projektes soll 20 qm nicht überschreiten.
  • Die Materialien der Kunstwerke sollen im erlebbaren Bereich aus natürlichen Materialien, insbesondere Stein, Erde, Holz, bestehen.

Kontakt zur Stiftung

Institution: Kulturamt der Stadt Kassel
Telefon: 0561 / 787-4025
Telefax: 0561 / 787-4040
E-Mail: kulturamt@stadt-kassel.de
Anschrift: Obere Königsstraße 8
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan


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