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Idee di Pietra (Penone Baum)

Panoramablicke Penone Baum und Karlsaue; © Stadt Kassel, Foto: Michael Schwab

In den Staatspark Karlsaue fügt sich das Kunstwerk "Idee di Pietra"ein, von Giuseppe Penone errichtet zur documenta 13 im Jahr 2012.  

Auf den ersten Blick ein Baum, bei näherer Hinsicht der Bronzeabguss eines Haselnussbaums. Er trägt einen großen Granitfindling im gekappten Geäst: Zwei Jahre vor documenta-Eröffnung wurde zur Sommersonnenwende, am 21. Juni 2010, dem längsten Tag des Jahres, um 12 Uhr mittags das erste Ausstellungsobjekt platziert.

Der Arte-Povera-Künstler, dessen zentrales Motiv der Baum ist, verbindet mit der Bronze-Stein-Kombination eine komplexe Theorie zum Verhältnis von Malerei und Plastik in Abhängigkeit von den umgebenden Naturkräften. Malerei sei – so Penone – ein Verfahren der Bedeckung, während die Skulptur darauf aus sei, ans Licht zu bringen. Die fließende Farbe unterliege, wie die flüssige Bronze, der Schwerkraft, die Skulptur drücke die ihr entgegengesetzte Kraft aus. Und auch die Pflanzenwelt, der wachsende Baum, entfliehe der Erdenschwere mithilfe des Lichts, dem Gewicht des Steins zum Trotz. In Bronze gegossen, wird hier ein Moment der Naturgeschichte dauerhaft festgehalten.

Das Kunstwerk wurde durch bürgerschaftliches Engagement für Kassel gesichert.


Zur documenta 13

Über das Begriffspaar „Zusammenbruch und Neubeginn“ verankert Carolyn Christov-Bakargiev ihre Ausstellung gleichzeitig in der Geschichte Kassels und in der Geschichte der documenta.

Unter einem ganzheitlichen, nichtanthropozentrischen Weltbild werden aktuelle politische, wissenschaftliche, ökologische und ökonomische Problemfelder angesprochen. Allseits grenzüberschreitend, erweitert sich der bisherige Zuständigkeitsradius der Ausstellungsreihe auch auf nichtkünstlerische Wissensbereiche.

Mit der Grundhaltung des philosophischen Skeptizismus vermeidet der „Ort der Inszenierung von Subjektivität“ verbindliche Aussagen über die Kunst und die Welt, in der sie stattfindet.

Künstler Giuseppe Penone: Geboren 1947 in Garessio, Italien. Einer der Hauptkünstler der Arte Povera. Lebt in Turin und Paris. Teilnehmer documenta 5, 7, 8 und 13.
Kunstwerk „Idee di Pietra“
Bronze, Granit. Höhe 8,30 m
Ausstellung documenta 13, 2012
Standort Karlsaue
Lage Link zum Stadtplan
Veröffentlicht am:   01. 09. 2016  


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