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Kunst & Kultur > documenta > Kunstwerke >

documenta: Laserscape Kassel Vorlesen

Künstler: Horst H. Baumann
Standort: Museum Fridericianum
Internet: www.laserscape.de
Internet: documentaforum.de
Lage: Link zum Stadtplan
Laserscape II; © Stadt Kassel; Foto: digitalfoto-welt.de

Am 13. Januar 1979 wurde mit "Laserscape Kassel", des Düsseldorfer Künstlers Horst H. Baumann, die weltweit erste permanente Laser-Licht-Skulptur im öffentlichen Stadtraum eingerichtet. Als offizieller Beitrag zur documenta 6, 1977, stieß das einleuchtende, stadtumspannende Kunstwerk bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kassel auf so begeisterte Zustimmung, dass es zwei Jahre später durch das finanzielle Engagement des damaligen HNA-Verlegers Rainer Dierichs dauerhaft realisiert werden konnte. Inzwischen hat sich die Lichtinstallation zum nächtlichen Wahrzeichen der documenta-Stadt Kassel entwickelt.

Vom Altan des Zwehrenturms am Museum Fridericianum ausgehend, verspannt der Strahlenverlauf markante Eckpunkte der Kasseler Geschichte in einem komplexen Liniennetz aus visuellen Bezügen.

Laserscape I; © Stadt Kassel; Foto: digitalfoto-welt.de

Strahl eins führt direkt vom Zwehrenturm zum Herkules. Der zweite Strahl geht zum Hessischen Landesmuseum und wird von dort zum Herkules umgeleitet. Gleichzeitig wird der dritte Strahl auf das Dach der Orangerie in der Karlsaue geleitet.

Auf dem Dach der Orangerie ist ein weiterer Laser installiert, der ebenfalls drei Strahlen aussendet. Der erste Strahl geht durch die Parkachse in Richtung Schwanenpavillon und trifft dort auf das Wasser.

Zwei weitere Strahlen betonen die barocken Achsen der Karlsaue und folgen den Verläufen von Hirsch- und Küchengraben. Sie führen unter den jeweiligen Brücken hindurch und spiegeln sich dann auf den Wasserflächen.

Laserscape III; © Stadt Kassel; Foto: digitalfoto-welt.de

Das Strahlennetz verknüpft somit bedeutsame Orte der Stadtgeschichte von unterschiedlicher Funktion und Zeitstellung. Ihnen gemeinsam ist die formale Eigenschaft der Oktogonalität: Der Aufbau des Zwehrenturmes, der Unterbau des Herkules-Denkmals und der Mittelbau der Orangerie sind von achteckigem Grundriss.

Mit ihrer räumlichen Entfaltung und vielfältigen Bezugnahme auf die Stadtgeschichte steht "Laserscape Kassel" in Beziehung zu zwei weiteren bedeutenden documenta-Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt, die gleichfalls, wenn auch mit jeweils anderen Mitteln und Aussagen, auf die lokale Topographie eingehen: "Der Vertikale Erdkilometer" von Walter De Maria und "7000 Eichen" von Joseph Beuys.

2007 wurde durch das Engagement des Vereins documenta forum eine neue Lichtanlage finanziert. Vorab waren die 7,5 Kilometer Laserstrahl für 10,00 € pro Meter verkauft worden.


Der Laser leuchtet zur Zeit jeden Samstag von Einbruch der Dunkelheit bis ca. 1 Uhr.