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d14 in Kassel - die Außenkunstwerke

Zahlreiche Kunstwerke der vergangenen documenta-Ausstellungen prägen bereits das Stadtbild Kassels. In diesem Sommer sind es einige mehr: Ob es nun ein Büchertempel, eine lebende Pyramide, ein Obelisk oder eine Mühle des Blutes ist, die Außenkunstwerke der documenta 14 ziehen Besucherinnen und Besucher Kassels genauso in ihren Bann wie die einheimische Bevölkerung.

Kunstwerk Obelisk von Olu Oguibe; © Stadt Kassel; Foto: Eull

Der "Obelisk" von Olu Oguibe

  • Kunstwerk: Der Obelisk
  • Standort: Königsplatz, Innenstadt
  • Künstler: Olu Oguibe, geboren 1964 in Nigeria, lebt und arbeitet in Amerika 


Der Obelisk ist 16,20 Meter hoch und beschriftet mit dem Zitat "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt" aus dem Matthäus-Evangelium. In den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch greift der Obelisk die Flüchtlingsthematik der heutigen Zeit auf. Nach eigener Aussage des Künstlers, möchte er damit diejenigen Menschen provozieren, die Grenzen für Flüchtlinge schließen. Er ist ein Monument für Immigranten und Zuwanderer. Oguibes eigene Erfahrungen mit dem nigerianischen Bürgerkrieg in seiner Kindheit sind die Grundlage und die Motivation seiner Konzeptkunst. Sozusagen: "Die Vergangenheit als Spiegel der Gegenwart." (Ugochukwu-Smooth Nzewi)

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Rauch-Kunstwerk von Daniel Knorr; © Stadt Kassel; Foto: Eull

"Expiration Movement" von Daniel Knorr

  • Kunstwerk: "Expiration Movement" (wörtlich übersetzt: Verfallen der Fortbewegung); der weiße Rauch über Kassel
  • Standort: Zwehrenturm, hinter Museum Fridericianum  
  • Künstler: Daniel Knorr, geboren 1968 in Bukarest, lebt und arbeitet in Berlin 


Im Daybook zur documenta 14 findet sich folgende Erklärung zum Rauchkunstwerk - aus dem Englischen übersetzt.

1. Wir haben die ganze Welt genommen. Wir haben uns inspiriert. Das nächste ist zu befreien. Zu verfallen.

2. Schöpfung ist Existenz. Zu bestehen ist zu sichern. Sicherheit bedeutet Zukunft und Vergangenheit.

3. Die Vergangenheit, die wir hatten, haben wir inspiriert. Wir materialisieren die Zukunft. Wir verfallen.

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"Parthenon of Books" von Marta Minujin

Kunstwerk Parthenon der Bücher; © Stadt Kassel; Foto: Schwab

Nachaufnahme der Bücher am Kunstwerk; © Stadt Kassel: Foto: Schwab

  • Kunstwerk: "The Parthenon of Books" (wörtlich übersetzt: Parthenon der Bücher, Büchertempel)
  • Künstlerin: Marta Minujin, 1943 in Buenos Aires geboren
  • Standort: Friedrichsplatz


Der Büchertempel auf dem zentralen Platz der documenta 14 ist eine maßstabsgetreue Replik des griechischen Parthenon-Tempels auf der Athener Akropolis. Bis zu 100.000 verbotene Bücher aus der ganzen Welt gestalten das Werk. Er ist ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer Verfasserinnen und Verfasser. Auf dem Kasseler Friedrichsplatz wurden am 19. Mai 1933 im Zuge der sogenannten "Aktion wider den undeutschen Geist" rund 2.000 Bücher verbrannt. 1941 fing das Fridericianum – das damals noch als Bibliothek genutzt wurde – während eines Bombenangriffs der Alliierten Feuer und ein Buchbestand von rund 350.000 Bänden ging verloren.

Für die Realisierung des Werks sammeln die argentinische Künstlerin Marta Minujín und die documenta 14 Bücher, die nach Jahren des Verbots wieder verlegt werden oder in einigen Ländern legal verbreitet, in anderen aber untersagt sind. Um das Gerüst mit verbotenen Büchern fertig zu stellen, können Sie bei Ihrem documenta-Besuch Bücher spenden und so auch Teil des Kunstwerkes werden.

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"Mill of Bood" von Antonio Vega Macotela

Kunstwerk vor Wolkenhimmel; © Stadt Kassel; Foto: Eull

Mann betrachet Kunstwerk vor Orangerie; © Stadt Kassel; Foto: Schwab

  • Kunstwerk: Mühle des Blutes (englisch: Mill of Blood)
  • Künstler: Antonio Vega Macotela, geboren 1980 in Mexico, lebt und arbeitet in Mexico City und Amsterdam
  • Standort: Karlsaue, direkt vor der Orangerie


Die Mühle ist der Nachbau einer  "Blutmühle" mit der Minenarbeiter in Bolivien Silber für die Produktion von Münzen vorbereitet haben. Angetrieben wurden solche Mühlen von Tieren und teilweise sogar von Menschen. Der Künstler prangert mit der übergroßen Mühle die Sklaverei von Minenarbeitern in Bolivien an.

Laufzeiten
Zu den folgenden Zeiten können Sie selbst Silbermünzen prägen. Alle Münzen werden zertifiziert und nach der documenta in einem Safe abgelegt.

Montag: 12 bis 15 und von 17 bis 20 Uhr
Donnerstag: 12 bis 14, 15 bis 17 und 18 bis 20 Uhr
Freitag: 12 bis 15 und 17 bis 20 Uhr
Samstag: 12 bis 14, 15 bis 17 und 18 bis 20 Uhr
Sonntag: 12 bis 15 und 17 bis 20 Uhr

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Verhüllte Torwache von Ibrahim Mahama

Torwache auf der Wilhelmshöher Allee; © Stadt Kassel: Foto: Schwab

Nahaufnahme der verhüllten Torwache; © Stadt Kassel; Foto: Schwab

  • Kunstwerk: Verhüllte Torwache
  • Künstler: Ibrahim Mahama, 1987 in Tamale, Ghana geboren
  • Standort: Torwache am Brüder-Grimm-Platz


Mahama nutzt dafür zerschlissene Jutesäcke, die er von Händlern im Tausch gegen neue erhält. Erinnerung ist die eigentliche Währung. Die Säcke werden in Asien hergestellt, in aller Welt vertrieben und in Ghana zum Verpacken von Kakao, Kaffee, Reis, Bohnen und Holzkohle für den Export nach Amerika und Europa verwendet. In diesen Säcken materialisiert sich die Geschichte des Welthandels. Für Mahama sind sie einerseits forensische Beweismittel bei seiner Suche nach Manifestationen kapitalistischen Wirtschaftens in der Welt, andererseits offenbaren sie lokale Bezüge innerhalb der internationalen Arbeiterklasse. Wer webt, verpackt, belädt und transportiert, hinterlässt auch seinen Schweiß, seinen Namen, Daten und andere Koordinaten auf den Säcken. Aus den Säcken werden Häute mit Narben, die eine soziopolitische und wirtschaftliche Vorgeschichte erzählen. (Bonaventure Soh Bejeng Ndikung)

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Pyramide mit Blumen; © Birgit Wiegand

"Living Pyramid" von Agnes Denes

  • Kunstwerk: "Living Pyramid"
  • Künstler: Agnes Denes, 1931 in Budapest geboren und seit 1954 in New York lebend
  • Standort: Nordstadtpark


Die Pyramide ist ein Kunstwerk im Wandel, das täglich sein Erscheinungsbild ändert, wächst, wuchert und sich verändert. Fertig wird es nie. Die 9 x 9 Meter großen Pyramide ist mit vielfältigen Blumen und Gräsern bepflanzt, die das Grundgerüst bis zum Ende der documenta überwuchert haben werden.  

Die Künstlerin hat schon mehrfach die Form von Pyramiden für ihre Kunstwerke verwendet, da sie für die Verdeutlichung ihrer Philosophie optimal geeignet sind. Sie bietet die Möglichkeit, uns selbst besser zu verstehen, denn für Denes ist die Natur häufig ein Platzhalter für die Menschheit.

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Menschen arbeiten an der Röhren-Skulptur von Hiwa K.; © Stadt Kassel; Foto: Eull

Röhren-Skulptur von Hiwa K

  • Kunstwerk: Röhren-Skulptur
  • Künstler: Hiwa K, geboren 1975 in der kurdisch-irakischen Stadt Sulaimaniyya und nunmehr in Berlin lebend
  • Standort: Friedrichsplatz


Auf dem Friedrichsplatz wurden 20 Tonröhren übereinander gestapelt und als Wohnräume gestaltet. Dazu hat der kurdische Künstler Hiwa K 13 Studierende der Kunsthochschule Kassel eingeladen, an seinem Kunstwerk mitzuwirken. Alle "Einrichtungsgestände" wurden selbst angefertigt und so entstand eine bunte Wohnwelt mit Küche, Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer und weiteren Gemeinschaftsräumen.  

Mit diesem Kunstwerk möchte Hiwa K den Blick auf Menschen lenken, die in Extremsituationen leben müssen.

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"Trassen" von Olaf Holzapfel

Holz-Skulptur in der Karlsaue; © Stadt Kassel; Foto: Schwab

  • Kunstwerk: Trassen
  • Standort: Karlsaue

     

     

  • Künstler: Olaf Holzapfel, geboren 1967 in Dresden

     

     


Holzapfels Beitrag für die documenta 14 besteht aus drei Teilen: Eine Außenskulptur, eine Schau aus Artefakten, Modellen und einem Film, sowie eine Reihe aus Heu-Arbeiten und Strohbilder - alles vereint unter dem Titel „Trassen“. Ein Großteil von Holzapfels Arbeiten spielen mit dem Wechsel von zwei- und dreidimensionalen Dingen - dabei bezieht er Elemente aus Bildhauerei, Malerei, Fotografie und Film mit ein. Seine Arbeit „Trassen“ spielt mit der Angst vor durchlässigen Grenzen in Europa und der Welt.

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Excavating garden; © Stadt Kassel; Foto: Susanne Ahrendts

"Ruderal Society - excavating a garden" von Lois Weinberger

  • Kunstwerk: "Ruderal Society - excavating a garden" (wörtlich übersetzt: Ruderale Gesellschaft - Ausgraben eines Gartens)
  • Standort: Karlsaue, neben der Orangerie 
  • Künstler: Lois Weinberger, geboren 1947 in Österreich


20 Jahre nach seinem ruderalen Auftakt in Kassel ("Das über Pflanzen ist eins mit ihnen") gestaltet Weinberger wieder ein documenta Kunstwerk mit spontaner Vegetation. Er möchte einen Ort schaffen, "an dem sich das Lebendige sichtbar über das Ordnende zeigt" (documenta-Daybook, 20. April). Mit dem Kunstwerk in der Karlsaue wird ein archäologischer Prozess beschrieben, der mit Hilfe von Vögeln, Insekten und Wind eine Lücke im urbanen Raum mit spontaner Vegetation füllt. Weinberger richtet sich gern gegen die Ästhetik der ordnenden Kräfte und die Vorstellung, der Mensch stehe im Mittelpunkt. Es ist die "präzise Achtlosigkeit", die Räume entstehen lassen soll. 


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Museum Fridericianum mit neuem Schriftzug; © Stadt Kassel; Foto: Ahrendts

"BEINGSAFEISSCARY" von Banu Cennetoğlu

  • Kunstwerk: "BEINGSAFEISSCARY", (wörtlich übersetzt: Sicher sein macht Angst)
  • Künstlerin: Banu Cennetoğlu, 1970 in Ankara, Türkei geboren
  • Standort: Fridericianum


Die Inschrift über dem Eingangsportal des Museum Fridericianum wurde zu "BEINGSAFEISSCARY" geändert. Dazu wurden die eigentlichen Letter des Fridericianums abgenommen und mit zusätzlichen von der Künstlerin angefertigten Lettern neu installiert.

Der Spruch über dem Portal nimmt Bezug auf ein Graffiti auf dem Gelände des Athener Polytechnion, der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA) und Hochschule der Bildenden Künste Athen (ASFA), welches Banu Cennetoğlu während ihrer Recherchen vor Ort entdeckte. Die Künstlerin verbindet so die zwei Orte der documenta 14 und fragt, welchen gesellschaftlichen Preis wir für das Gefühl von Sicherheit zahlen müssen.

 

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"Spinal Discipline" - Irena Haiduk

; © Stadt Kassel; Foto: Gert Hausmann

  • Kunstwerk: "Spinal Discipline", (wörtlich übersetzt: Rücken-Disziplin)
  • Künstlerin: Irena Haiduk, 1982 in Belgrad geboren
  • Standort: unter Anderem Performance in der Innenstadt
     

Junge, schöne Frauen spazieren mit Büchern auf den Köpfen durch die Kasseler Innenstadt. Die Besonderheit der Performance der serbischen Künstlerin Irena Haiduk ist die Bekleidung der sogenannten "Armee der schönen Frauen". Das lange, schlichte Kleid und die knöchelhoch geschnürten Gesundheitsschuhe sind Repliken eines ehemaligen jugoslawischen Textilherstellers und Waffenexporteurs, der in den 90er-Jahren verfiel. Grund: der Bosnienkrieg und der allgemeine Niedergang der Wirtschaft.

Das weibliche documenta-Personal beider Ausstellungsorte wurde mit den schwarzen Borosana-Schuhen ausgestattet. Die Schuhe können im Ausstellungsort "Neue Neue Galerie" (Neue Hauptpost) erworben werden.  

Termine
Immer samstags von 17 bis 19 Uhr findet die Performance in der Innenstadt statt. Start um 17 Uhr an der Neuen Neuen Galerie (Gießbergstraße 22). 

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Knieende Person als Statue aus Metall; © Stadt Kassel; Foto: Ina Michael

Der Gefesselte - Vadim Sidur

  • Kunstwerk: "Der Gefesselte"
  • Künstler: Vadim Sidur, geboren 1924, Dnepropetrovsk, Ukraine; gestorben 1986
  • Standort: Friedrichsplatz

Das Kunstwerk des Bildhauers Vadim Sidur "Der Gefesselte - Denkmal für Menschen, die durch Gewalt umgekommen sind" steht seit 1975 auf dem Friedrichsplatz, nahe der Oberen Königsstraße. Die Statue wurde für die Zeit der documenta 14 umpositioniert und steht nun mitten auf dem Friedrichsplatz, vor der Statue von Landgraf Friedrich II. Erwerbung und Aufstellung (sie wurde 1974 in Kassel gegossen) ist einer Bürgerinitiative zu verdanken.

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"Whispering Campaign" - Pope L.

Altes, rotes Auto; © Stadt Kassel; Foto: Ina Michael

Rollwagen mit Megafon; © Stadt Kassel; Foto: Ahrendts

  • Kunstwerk: "Whispering Campaign" (wörtlich übersetzt: Flüster-Kampagne)
  • Künstler: Pope L., 1955 in New Jersey geboren
  • Standorte: documenta Halle, Kassel, Fridericianum, Kassel, Il Convento, Königsgalerie, Ehemaliger unterirdischer Bahnhof (KulturBahnhof), Kassel, L’Osteria, Neue Galerie, Kassel und Neue Neue Galerie (Neue Hauptpost), Kassel

Ein Kunstwerk, das man weniger sehen, aber dafür umso deutlicher hören kann. Die "Whispering Campaign" ist Pope L.s bis dato längstes Projekt. An insgesamt 163 Tagen hört man flüsternde Stimmen für jeweils 24 Stunden in Athen und Kassel. Die Objekte, aus denen das Flüstern ertönt, variieren. 9.438 Stunden Geflüstertes werden am Ende der documenta übertragen worden sein.

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"Amereida Phalène Latin South América" - Ciudad Abierta

Metallgestell von netz überzogen, im Hintergrund die Orangerie; © Stadt Kassel; Foto: Hausmann

  • Kunstwerke: "Pavilion of Hospitality" (übersetzt: Pavillon der Gastfreundschaft) und "Torneo Triball" (Triball Turnier)
  • Künstler: Künstlerkollektiv Ciudad Abierta, (übersetzt: Offene Stadt) gegründet 1971 von einer Gruppe umherziehender Künstlerinnen und Künstler sowie Dichterinnen und Dichter aus Chile
  • Standort: Karlsaue

Das Kollektiv präsentiert sich in der Karlsaue mit improvisierter, umweltverträglicher Form des Bauens. Der luftige Pavillon soll Besucher einladen, sich auszutauschen, zu verweilen, einen Moment der Gastfreundschaft zu erleben.

Auf der Wiese vor der Orangerie befindet sich der das ballähnliche Kunstwerk aus Metallgestänge und Netzüberzug. Ein zentrales Element des Künstlerkolektivs ist das Organisieren von Spielen. Der Ball dient einem Turnier im Rahmen einer Performance.

Riesiger Ball mit Netz überzogen auf der Wiese vor der Orangerie; © Stadt Kassel; Foto: Hausmann

durchsichtige Netz-Planen überspannen ein Holzgestell; © Stadt Kassel; Foto: Ahrendts

Mehr Informationen zum Künstlerkollektiv


Wegweiser-Schild der documenta; © Stadt Kassel; Foto: Michael

Glas-Pavillons an der Kurt-Schumacher-Straße

In die Kurt-Schumacher-Straße ragen sechs Glas-Pavillons des Hansa-Hauses, die einst Ladengeschäfte waren und heute leer stehen. Die Pavillons sind ohne documenta-Ticket zugänglich - manche Kunstwerke sind allerdings nur von außen anzusehen, da die Pavillons für niemanden begehbar sind.

Neben Kunstwerken gibt es dort eine aktiv betriebene Bäckerei -

Die Künstlerin
Mounira Al Solh reinszeniert die libanesische Bäckerei ihres Vaters als Ort der Hoffnung inmitten kriegerischer Wirren.
In einem anderen Pavillon stellt die Nigerianerin Otobong Nkanga einige ihrer 45.000 Quader Seife aus. Es handelt sich um handgemachte schwarze Seife aus Kohle und sieben Ölen, die auch verkäuflich ist: 145 Gramm kosten 20 Euro.

viele Quader Seife aufgestapelt - Kunstwerk von Nigerianerin Otobong Nkanga; © Stadt Kassel; Foto: Michael

Bäckerei - von Künstlerin Mounira Al Solh ; © Stadt Kassel; Foto: Michael

Videoinstallation; © Stadt Kassel; Foto: Michael

Mehr Informationen zum Standort und den Künstlerinnen und Künstlern

schwarze Bierflaschen im documenta Shop; © Stadt Kassel; Foto: Hausmann

Sufferhead Original - Emeka Ogboh

  • Kunstwerk: "Sufferhead Original" Craft Beer
  • Künstler: Emeka Ogboh, geboren 1977, Enugu (Nigeria)
  • Standort: documenta Shop auf dem Friedrichsplatz, verschiedene Gastronomien in Kassel

Das süßlich scharfe Schwarzbier "Sufferhead" ist ein documenta-Kunstwerk zum Mitnehmen. Es kann in verschiedenen Gastronomien in Kassel erworben werden - als Souvenir oder direkt zur Verkostung vor Ort.
Im ganzen Stadtgebiet werben Plakate für das Craft Beer, dessen Name so viel wie leidender oder dicker Kopf bedeutet. Zusammen mit der Kasseler Brauerei "craftBee" hat es der Künstler Emeka Ogboh eigens für die documenta 14 entwickelt. Mit Chili und Honig von Kasseler Stadtbienen wollte der Künstler kulinarische Traditionen kombinieren: afrikanische Gewürze in deutschem Bier.

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The Ship - Pavel Brăila

Die Scheiben vom documenta-Bus "The Ship" sind mit Wasser gefüllt.; © Stadt Kassel; Foto: Schinck

Die Scheiben vom documenta-Bus sind mit Wasser gefüllt.; © Stadt Kassel; Foto: Segert-Hess

  • Kunstwerk: The Ship (wörtlich übersetzt: das Schiff)
  • Künstler: Pavel Brăila, geboren 1971 in Chișinău, Moldawien
  • Standort: Öffentlicher Bus (KVG-Linien 12 und 16)

Beim Kunstwerk "The Ship" von Pavel Brăila handelt es sich um einen öffentlichen Bus, der täglich auf den KVG-Linien 12 oder 16 durch die Straßen von Kassel fährt und documenta-Besucher zu verschiedenen Ausstellungsorten bringt. Das Besondere an diesem Bus: Die Scheiben sind zur Hälfte mit Wasser gefüllt, das sich bei jeder Kurve, beim Bremsen oder Gas geben in Bewegung setzt. Mitfahrende haben so das Gefühl anstatt Fahrgäste in einem öffentlichen Verkehrsmittel, vielmehr Passagiere auf einem schwankenden Schiff zu sein. "The Ship" präsentiert eine Welt im Wandel, die durch das Wasser des Ägäischen Meeres vermittelt wird und Passagierinnen und Passagiere weder diskriminiert noch ausschließt. Hier – auf dem metaphorischen Meer der Unbeständigkeit – sind alle gleich, Bürgerinnen und Bürger, Sans-papiers, Einheimische und Besucherinnen und Besucher.

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Biinjiya'iing Onji (Von innen) - Rebecca Belmore

  • Kunstwerk: Biinjiya'iing Onji (Von innen)
  • Künstlerin: Rebecca Belmore, 1960 in Upsala, Kanada geboren
  • Standort: Weinberg

Auf den Weinberg-Terrassen thront das handgemeißelte Zelt aus Marmor, mit dem die Künstlerin Rebecca Belmore ein Denkmal auf Zeit geschaffen hat. Das Kunstwerk weist auf die Situation von Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten hin, indem es ein auf immer längere Dauer angelegtes Zuhause darstellt. Das Zelt steht außerdem für einen Zustand, der für viele einen permanenten Notfall, ein behelfsmäßiges Obdach bedeutet. Das Kunstwerk stand für 100 Tage auf der documenta in Athen und reiste nach deren Ende im Juli nach Kassel. Es wiegt circa drei Tonnen und wurde mit einem Kran auf den Weinberg gehoben.

Marmorzelt auf den Weinberg-Terrassen; © Stadt Kassel; Foto: Segert-Hess

Das Marmorzelt von hinten; © Stadt Kassel; Foto: Segert-Hess

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Raise the anchor, unfurl the sails, set course to the centre of an ever setting sun! - Nathan Pohio

Fototafel-Kunstwerk von Nathan Pohio auf den Weinbergterrassen; © Stadt Kassel; Foto: Lena Schinck

  • Kunstwerk: Raise the anchor, unfurl the sails, set course to the centre of an ever setting sun! (wörtlich übersetzt: Holt den Anker ein, setzt die Segel und nehmt Kurs auf die Mitte der immer wieder untergehenden Sonne!
  • Künstler: Nathan Pohio, geboren 1970 in Burwood, Aotearoa/Neuseeland
  • Standort: Weinbergterrassen

    Auf der Fototafel des documenta-Künstlers Nathan Pohio ist ein historischer Moment aus dem Jahr 1905 festgehalten, der die Gastfreundschaft und Begrüßungsrituale der Māori zum Ausdruck bringen soll. Auf der Fotografie zu sehen ist die Begrüßung des britischen Generalgouverneurs und seiner Gattin in Tuahiwi, Aotearoa Neuseeland durch Stammesführer der Ngāi Tahu. Obwohl sich dieselben Ngāi Tahu-Oberhäupter mit den britischen Kolonialisten zu dieser Zeit im Streit um Landrechte und Besitzverhältnisse befanden, organisierten sie diese traditionelle und symbolträchtige Begrüßungszeremonie. Fremde, die Māori-Territorium betreten möchten, werden durch diese Zeremonie in das Land eingeführt, die einen Weg zu gegenseitigem Respekt eröffnen soll. Die Fotografie ist damit auch Zeugnis der kolonialen Vergangenheit Neuseelands und dem Kampf um das Land.

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Veröffentlicht am:   08. 08. 2017  


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