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documenta 14 in Kassel

Außenkunstwerke documenta 14 (animiert); © Stadt Kassel

Bis zum 17. September stand Kassel im Zeichen der Weltkunstausstellung. Sie prägte unser Stadtbild genauso wie das Leben in Kassel. Seit 1955 fasziniert die documenta nun schon die internationale Kunstwelt und zieht sie nach Kassel. Genießen Sie den Blick zurück mit den Außenkunstwerken der diesjährigen Ausstellung.

 


Fünf Kunstwerke der documenta 14 werden für die Städtischen Kunstsammlungen angekauft

Das hat der Magistrat der Stadt Kassel am Montag, 25. September 2017 beschlossen.

"Die Arbeiten sind eine Auswahl aus den wichtigen Werken der documenta 14 und bilden einen Querschnitt der Themen des diesjährigen Ausstellung", sagte Kulturdezernentin Susanne Völker.

Olaf Holzapfel: Modell "Trassen” sowie vier digitale Vorstudien
Holzapfel beschäftigt sich mit Grenzräumen und der traditionellen Technik des Fachwerks. Bei "Trassen" handelt es sich um eine in der Karlsaue gezeigte Außenskulptur sowie vier digitale Vorstudien. Die Arbeit integriert sich in das Sammlungskonzept der Städtischen Kunstsammlungen, in dem bereits Modelle verschiedener anderer documenta Außenskulpturen vorhanden sind.  

Nevin Aladağ: Music Room Athens
Nevin Aladag ist eine der bekanntesten deutsch-türkischen Künstlerinnen der Gegenwart. Die Arbeit setzt sich mit der Frage der kulturellen Identität auseinander und kann repräsentativ für den Schwerpunkt der Performance der d 14 stehen. Die Künstlerin hat die Möbelstücke auf Flohmärkten und in Trödelläden in Athen erworben und zusammen mit Instrumentenmachern zu Musikinstrumenten umgebaut. Es handelt sich um Unikate. Es sollen 7 der 15 Arbeiten, die im Musikzimmer in Athen ausgestellt waren, erworben werden.

Miriam Cahn: vater kind kind
Die in der documenta-Halle ausgestellten Gemälde und Zeichnungen der Schweizerin stehen unter dem Titel "könnteichsein" und zeigen Personen, die Gewalt ausüben oder auf die Gewalt ausgeübt wird. Das Thema der Flucht wird auf differenzierte Weise angesprochen. Mit dem Ankauf wird eine weibliche Position die Sammlung der Gegenwartsmalerei in der Neuen Galerie um eine wichtige Arbeit ergänzen.  

Edi Hila: Boulevard 3
Der Künstler setzt sich in seinen Werken mit der Geschichte und Gesellschaft seines Landes auseinander, unter anderem mit den Auswirkungen des Faschismus in Albanien oder dem Übergang von der kommunistischen Diktatur zur Demokratie. Das dargestellte Gebäude zeigt den ehemaligen Regierungssitz der italienischen Faschisten, der heute von der Universität Tirana genutzt wird. 

Susan Hiller: Lost and Found
In den Werken der international renommierten Künstlerin spielt die Sprache eine wichtige Rolle. Konkret geht es in dem Video um 23 verschiedene Stimmen von Personen, die Sprachen sprechen, die vom Aussterben bedroht, bereits ausgestorben sind oder wieder zum Leben erweckt wurden. Die Arbeit kann für den Schwerpunkt der d14 stehen, an den Rand gedrängten Kulturen eine Stimme zu geben.  

Vertragliche Regelung der Ankäufe
Ein Vertrag zwischen dem Land Hessen und der Stadt Kassel legt fest, dass für die Übernahme der Städtischen Sammlungen durch das Land Hessen im städtischen Haushalt jährlich Mittel für den Ankauf von Sammlungsgegenständen vorgesehen werden. Für diese Ankäufe stehen im documenta-Jahr 2017 Gesamtmittel in Höhe von rund 290 000 Euro zur Verfügung.  

Grundsätzlich entscheidet der Magistrat über die Ankäufe auf der Grundlage eines Beschlusses der Ankaufskommission. Dieser stellt die Kuratorin der Städtischen Kunstsammlung eine Auswahl von wichtigen Werken vor.  

Außenkunstwerke
Mit dem Erwerb der fünf herausragenden Kunstwerke der documenta 14 bewahrt Kassel die Erinnerung an die diesjährige Weltkunstschau. Stadträtin Völker wies darauf hin, dass auch mit der Überlassung von 2000 verbotenen Büchern vom Außenkunstwerk "The Parthenon of Books" durch die Künstlerin Martha Minujín dieser herausragenden Arbeit und seiner Botschaft ab März 2018 ein dauerhafter Platz in der Kasseler Stadtbibliothek gegeben wird.  Pressemeldung weiterlesen

Absehen allerdings wird die Stadt vom Ankauf eines der Außenkunstwerke der documenta 14, von denen der Obelisk des diesjährigen Bode-Preisträger Olu Oguibe von der Öffentlichkeit favorisiert worden war.


Das waren die Außenkunstwerke der d14

/cms02/kultur/documenta/d14/infos/23748/#100_5; © Stadt Kassel; Foto: Schwab Parthenon of Books

Kunstwerk "Mill of Blood" - per Klick zu den Informationen; © Stadt Kassel; Foto: Eull Mill of Blood

Jutesäcke verhüllen die Torwache; © Stadt Kassel; Foto: Schwab Check Point Sekondi Loco

Kunstwerk aus gelben Balken; © Stadt Kassel; Foto: Schwab Trassen

Graben ausgehoben inmitten einer Wiesenfläche; © Stadt Kassel; Foto: Ahrendts Excavating Garden

Schritzug Being safe is scary auf dem Fridericianum; © Stadt Kassel; Foto: Bohnenkamp Being Safe Is Scary

Frauen in schwarzen Roben mit Büchern auf dem Kopf; © Stadt Kassel; Foto: Hausmann Spinal Discipline

abstrakte Skluptur, die eine knieende Person zeigt; © Stadt Kassel; Foto: Michael Der Gefesselte

rotes Auto; © Stadt Kassel; Foto: Michael Whispering Campaign

Installation mit Holz und Stoff; © Stadt Kassel; Foto: Ahrendts Amereida Phalène Latin South América

; © Stadt Kassel; Foto: Segert-Hess The Ship

; © Stadt Kassel; Foto: Segert-Hess Marmorzelt "Biinjiya’iing Onji"


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