Geboren 1921 in Krefeld, war Joseph Beuys im 2. Weltkrieg 1941-45 Sturzkamfpflieger. Ab 1945 studierte er erst Biologie, mit wenig Erfolg und Freude, und später Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. 1955 heiratet er Eva Wurmbach.
Seit 1961 war er Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf. 1967 findet eine erste umfassende Werkschau in Mönchengladbach statt. Die ausgestellten Arbeiten werden von einem Sammler erworben. Im selben Jahr gründet er die Deutsche Studentenpartei.
1968 wird gegen ihn, von neun Düsseldorfer Akademieprofessoren ein Misstrauensmanifest unterzeichnet.
Beuys Arbeit wird zunehmend politisch. 1971 gründet er die "Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung" (Freie Volksinitiative) in Düsseldorf.
Im gleichen Jahr besetzt er gemeinsam mit Studenten das Sekretariats der Kunstakademie, um ein Gespräch mit dem damaligen NRW Wissenschaftsminister Rau zu erwirken. Dabei ging es um die Zulassung von 16 abgewiesenen Studienbewerbern. Auf diesen Boykott folgt seine fristlose Kündigung. Diese Kündigung wird später vom Bundesarbeitsgericht, das damals noch in Kassel war, für rechtswidrig erklärt. Mitte der 70er Jahre gründet er den "Verein zur Förderung einer freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung" und kurz darauf kommt es gemeinsam mit Heinrich Böll zur Gründung der "Freien Hochschule".
Auf der d6 (1977) ist dann auch die "Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e.V." vertreten. 1979 kandidiert er für "Die Grünen" für das Europaparlament. Am 23.1.1986 stirbt er in Düsseldorf.