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Herkules und Oktogon

Herkules von Farnese; © MHK

Wie alles begann

Das Vorbild der Kasseler Statue ist ein antiker Herkules, den Landgraf Karl von Hessen-Kassel in der Villa Farnese auf einer Italienreise im Jahr 1700 gesehen hatte. Mit der Figur des Tugendhelden aus der griechischen Mythologie, der Kraft, Mut und Klugheit verkörperte, konnte sich der Landgraf offensichtlich identifizieren.

So holte Landgraf Karl 1701den italienischen Architekten Giovanni Francesco Guerniero als Baumeister an seinen Hof. Er ließ das Oktogon ("Riesenschloss”) mit der Figur des Herkules als krönenden Abschluss der 1,5 Kilometer langen Kaskadenanlage errichten.

Später bestellte er den Augsburger Goldschmied Johann Jakob Anthoni nach Kassel. Dieser trieb in vierjähriger Arbeit, von 1713 bis 1717, die Herkulesstatue in Kupfer.

Bild des Malers Jan van Nickelen; © MHK

Geschichte und Mythologie

Seit 1717 thront der Herkules auf der Pyramide über der Stadt und seit dieser Zeit verbindet man die Anlage auch mit der griechischen Mythologie. Der Herkules ist mit zwei Insignien seiner Taten ausgestattet. Mit der Keule, der ein Löwenfell übergeworfen ist, trieb er den Nemeischen Löwen in die Enge und erwürgte ihn (1. Tat). Hinter dem Rücken trägt er in der rechten Hand die Äpfel der Hesperiden (11. Tat).

Der Herkules steht auf dem Olymp und hat die letzte der Gigantenschlachten siegreich beendet. Im Riesenkopfbecken zu seinen Füßen liegt unter einem Felssturz der Riese Encelados begraben, der seinem Bezwinger wütend eine Fontäne entgegenspeit, ohne ihn indes zu erreichen. So fließt das Wasser über die Kaskaden zu Tal.

Veröffentlicht am:   19. 05. 2015  


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