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Aktuelles

Zwei Achternbusch-Ausstellungen in Kassel clear

entlich - Ausstellung im Kunsttempel; © Herbert Achternbusch

entlich - 28. Februar bis 11. April 2010

Der Kunsttempel zeigt anlässlich der Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Herbert Achternbusch eine Ausstellung mit einer kleinen Auswahl seiner großformatigen Aquarelle.

Achternbuschs zu wenig bekannte Malerei ist so feinsinnig wie leidenschaftlich, von einer faszinierenden expressiven und poetischen Kraft. In den letzten Jahren spricht aus den Bildern besonders die intensive Beschäftigung mit griechischer Mythologie. Die Ausstellung im Kunsttempel konzentriert sich zudem auf Arbeiten, die Text und Schrift im Bild integrieren. Während der Ausstellungszeit werden außerdem regelmäßig Filme von und zu Herbert Achternbusch gezeigt. Geöffnet Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr

Herbert Achternbusch; © Barbara Gass

Fotografien von Barbara Gass - 27. Februar bis 26. März 2010

Die Fotografin und Schauspielerin Barbara Gass hat Herbert Achternbusch über Jahrzehnte fotografisch begleitet und auch in vielen seiner Filme mitgewirkt. Zu sehen sind ästhetische Schwarzweißbilder, die Achternbusch in seinem Lebens- und Arbeitsumfeld über 25 Jahre hinweg zeigen.

Zu sehen ist die Ausstellung in der Karl-Branner-Seitenhalle im Kasseler Rathaus. Die Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr zu besichtigen.

Statuette; © Stiftung Brückner-Kühner

Literaturpreis für grotesken Humor

Der "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor" wurde 1984 der Stadt Kassel von der Stiftung Brückner-Kühner zum Geschenk gemacht. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird Schriftstellern zugesprochen, deren Werk sich auf hohem künstlerischen Niveau durch Humor, Komik und Groteske auszeichnet.

Ausgezeichnet wurden seit 1985 unter andern Loriot, Irmtraud Morgner, Hanns Dieter Hüsch, Robert Gernhardt, Ror Wolf, Gerhard Polt und zuletzt Peter Rühmkorf. 

Seit 2004 wird gleichzeitig der "Förderpreis Komische Literatur" vergeben, der mit 3000 Euro dotiert ist. Die Auszeichnung wird auf Vorschlag von Verlagen durch die Stadt Kassel und die Stiftung Brückner-Kühner an junge Autoren verliehen, die auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten. Bislang erhielten den Preis: Frank Schulz, Jochen Schmidt, Tilman Rammstedt, Jess Jochimsen, Philipp Tingler und Michael Stauffer.

Herbert Achternbusch; © Barbara Gass

Kasseler Literaturpreis geht an Herbert Achternbusch

Der "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor" des Jahres 2010, vergeben von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel, ist dem Schriftsteller, Filmregisseur, Schauspieler und bildenden Künstler Herbert Achternbusch zugesprochen worden. Die Preisverleihung fand am Samstag, 27. Februar 2010 statt.

Begründung des Stiftungsrats
"Herbert Achternbusch hat ein einzigartiges künstlerisches Werk geschaffen und dabei dem Komischen unverbrauchte poetische Kräfte und Formen verliehen. Sein offener Lebensroman in Texten, Filmen und Bildern unternimmt eine radikale und kompromisslose Selbsterforschung. So feinsinnig wie derb, lustvoll wie verstörend, so witzig wie wütend, pathetisch wie selbstironisch setzt er individuelle Subjektivität gegenüber Zumutungen ins Recht, die das Leben zur "Saudummheit" verkommen lassen. Vernunftzwängen begegnet Herbert Achternbusch mit Phantasie, offiziöser Verordnung mit Provokation, kulturellem Anpassungsdruck mit Ohrfeigen für den herrschenden Geschmack. Über das Lustige hinaus wird bei ihm das Komische, auch wo es absurd, verzweifelt oder gegen sich selbst gerichtet scheint, zu einem Refugium von Einbildungskraft, Bewusstheit und Menschlichkeit."

Rebekka Kricheldorf; © Fotoa. Karoline Bofinger

Förderpreis Komische Literatur für Rebekka Kricheldorf

Der Theaterautorin Rebekka Kricheldorf erhält in diesem Jahr den "Förderpreis Komische Literatur". Rebekka Kricheldorf, 1974 in Freiburg geboren, erhält den Preis für ihre herausragende Sprachkunst, mit der sie das Komische in ihren Stücken auf vielfältige und frische Weise formt.

Begründung des Stiftungsrats
"Der Preis zeichnet eines der interessantesten Talente der jungen deutschsprachigen Theaterdichtung aus. Er würdigt insbesondere, wie originell und phantasievoll Rebekka Kricheldorf Komik in ihren Stücken einsetzt. Beeindruckend ist dabei ihr so poetischer wie humorvoller Umgang mit Sprache: als Spielmaterial für den Entwurf schräger Figuren, für die oft persiflierende Zeichnung moderner Märchen und Mythen, für die satirische Verdichtung heutiger  themenmärkte und medialer Oberflächen, gebrochen an großen Stoffen und zeitlosen Motiven ebenso wie an der vermeintlichen Banalität des Alltäglichen."

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