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Giftpflanzen in Kassel "steckbrieflich gesucht"

Goldregen in voller Blüte; © Wikimedia Commons, Foto: Hans Kadereit Schön, aber auch giftig: der prächtige Goldregen; Quelle: Wikimieda Commons, Foto: Hans Kadereit

Aufklärungskampagne in Grundschulen und Kitas

Eine Informationsserie mit "Steckbriefen" von Giftpflanzen hat 2015 das Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel unternommen. "Vergiftungen mit schweren dauerhaften gesundheitlichen Folgen durch Pflanzen treten zwar glücklicherweise immer seltener auf, und Todesfälle sind die absolute Ausnahme. Trotzdem gibt es in der Bevölkerung immer wieder Unsicherheiten und Fragen hinsichtlich der Gefährlichkeit von bestimmten Pflanzen, insbesondere wenn diese auf Spielplätzen stehen", so Volker Lange von der Abteilung Freiraumplanung.

Die Steckbriefe erschienen jeweils zu der Zeit, wenn die einzelnen Pflanzen durch ihre Hauptmerkmale am besten zu identifizieren sind. Die Verteilung ging über das Schulbiologiezentrum an die Grundschulen und die städtischen Kitas, um im Unterricht Verwendung zu finden bzw. Personal und Eltern auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Auf dieser Seite finden Sie alle 18 Steckbriefe, beginnend mit  "Giftpflanzen in Kassel (1): Seidelbast", unten links, und den anderen 17 in der rechten Randspalte.

Zum Vergrößern Bild anklicken ; © Stadt Kassel Giftpflanzen in Kassel (1): Seidelbast - zum Vergrößern Bild anklicken.

Auch giftige Pflanzen gehören zur natürlichen Umwelt

Die Giftpflanzenliste des Bundesumweltministeriums enthält laut Umwelt- und Gartenamt 50 Pflanzen, die mittelschwere bis schwere Vergiftungen verursachen können. Relevant für Spielplätze, Schulhöfe und andere Orte, wo Kinder spielen und eine erhöhte Gefahr besteht, sind insbesondere vier Gehölze: "Steckbrieflich gesucht" und nicht zulässig sind Goldregen, Pfaffenhütchen, Seidelbast und Stechpalme. Diese Pflanzen werden dort vom Umwelt- und Gartenamt grundsätzlich entfernt. Außerdem sind auch zwei Pflanzen nicht zulässig, die schwere allergische Reaktionen auslösen können - die Herkulesstaude sowie das in vergangenen Jahren verstärkt aufgetretene beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia).

Ziel der Informationsserie war es ausdrücklich aber nicht, giftige Pflanzen im öffentlichen Grün oder Gärten zu eliminieren, betonte Volker Lange. Denn auch sie gehören zur natürlichen Lebensumwelt und erfüllen im Ökosystem wichtige, individuelle Aufgaben. So seien fast alle Pflanzen mit giftigen Früchten bedeutsame Nahrungsmittellieferanten für die Vogelwelt. Vor diesem Hintergrund empfehle es sich für Eltern und Kinder, die jeweiligen Pflanzen und damit auch die gegebenenfalls von ihnen ausgehende Gefahren zu kennen und richtig einschätzen zu können.


Ansprechpartner bei Fragen zu Giftpflanzen

Ansprechpartner bei Fragen zu Giftpflanzen ist das Gartentelefon der Hessischen Gartenakademie (Tel. 0180-5-729972). Dort werden auch Pflanzen bestimmt und deren Giftigkeit geklärt. Sprechzeiten sind im Winterhalbjahr montags und dienstags von 14 bis 16 Uhr. Im Sommerhalbjahr findet die Sprechzeit nur montags im Botanischen Garten statt.

Veröffentlicht am:   11. 12. 2017  

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