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Magistrat beschließt Ankäufe von documenta-Kunst

Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung einen weiteren Beschluss zum Ankauf von Kunstwerken der dOCUMENTA (13) gefasst. Das teilte Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst mit.

1. Aus Michael Rakowitzs Installation "What Dust Will Rise?" (2012) werden die Hauptvitrine und ein Tisch mit Steinbüchern zum Kauf vorgeschlagen.
2. Willie Doherty, Secretion (2012)
3. Walid Raads Serie "Appendix XVIII"
4 Judith Hopf, "Mask" (2012)

Beschlossen hatte der Magistrat bereits zurvor die Ankäufe der Kunstwerke von Janet Cardiff und George Bures Miller „Video Walk“ , von Mark Dion „Xylothek“ und von Clemens von Wedemeyer „Rushes“.

; © Stadt Kassel Teile der Installation von Michael Rakowitz: What Dust Will Rise?

; © Stadt Kassel Teil der Installation von Michael Rakowitz: What Dust Will Rise?

1. Bei den Skulpturen aus Michael Rakowitz´ Installation "What Dust Will Rise?" handelt es sich um Nachbildungen von Büchern, die 1941 bei der Bombardierung des Fridericianums zerstört wurden. Die Steinskulpturen wurden aus Stein aus Bamiyan in Afghanistan hergestellt und stellen damit einen Bezug zu den 2001 zerstörten Buddha-Figuren her. Die Installation ist repräsentativ für das Leitkonzept der dOCUMENTA (13) von Zerstörung und Wiederaufbau.

Walid Raad: Appendix XVIII; © Stadt Kassel Walid Raad: Appendix XVIII

Judith Hopf: Mask; © Stadt Kassel Judith Hopf: Mask

2. Die ästhetisch beeindruckende Filmarbeit von Willie Doherty "Secretion" wurde in der Umgebung von Kassel gedreht und fasziniert durch die Beziehung zwischen der Landschaft und den darin verborgenen Geschichten. Assoziationen an das Thema Nationalsozialismus werden auf komplexe Weise geweckt. Das Video aktualisiert zudem die umfangreiche Sammlung der Landschaftsdarstellungen in der Neuen Galerie.

3. Die Drucke aus Walid Raads Serie "Appendix XVIII" gehören zu dem Projekt Scratching on Things I Could Disavow, in dem der libanesische Künstler die Geschichte der Kunst in der arabischen Welt behandelt. In einer poetisch-rätselhaften Verbindung von Fakt und Fiktion eröffnet der Künstler eine neue Sicht auf die politische Lage im Libanon. Die Serie schließt an den Sammlungsschwerpunkt der monochrom-ungegenständlichen Malerei in der Städtischen Kunstsammlung an

4. Mit den drei Masken, "Mask" aus 3D-Pulverschichtdruck, die derzeit im sogenannten Brain der dOCUMENTA (13) im Fridericianum zu sehen sind, stellt Judith Hopf auf ironische Weise konsumkritische Fragen. Zugleich stellen die Objekte eine Verbindung zum Kloster Breitenau her, indem sie an die dortigen Heimbewohner erinnern.


Zwei Kunstwerke als Geschenke

Für die Ankäufe von documenta Kunstwerken stellt die Stadt Kassel insgesamt 385.851 € und das Land Hessen 200.000 € bereit.

Glücklich zeigt sich Oberbürgermeister Hilgen darüber, dass darüber hinaus die Stadt zwei weitere documenta-Kunstwerke als Schenkung erhält: Die Installation 'Tunnel of Life' von Anna Boghiguian und die „Fußmattenausschnitte“ des 2009 verstorbenen Künstlers Fabio Mauri.  „Die Schenkungen sind zum einen ein Ausdruck des Dankes für die überaus geschätzte Zusammenarbeit mit der Künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Barkagiev. Zum anderen aber auch ein Dank an die gastgebende documenta-Stadt Kassel gewesen, sagte Oberbürgermeister Hilgen. Er sei davon überzeugt, dass mit den diesjährigen Erwerbungen nicht nur charakteristische Positionen der dOCUMENTA(13) in die Städtische Kunstsammlung eingehen, sondern Kunstwerke, die auch weiterhin eine spannende künstlerische Auseinandersetzung ermöglichen würden.

 



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