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Sonderausstellung "Die Verwandlung" im Museum für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur - Collage aus Eingangsschild, Außenansicht und Todeskarikatur; © Museum für Sepulkralkultur
Einzigartig in Deutschland, zeigt das Museum ein breites Spektrum an sepulkralen Objekten: wie Totenhemden, Särge, Kutschen, Trauertrachten und bildliche Darstellungen. Die Dauerpräsentation zeigt historische und aktuelle Exponate zu den Themenbereichen "Tod und Bestattung" sowie "Friedhof und Grabmal" vom Mittelalter bis zur Gegenwart.


Sonderausstellung bis 10. Mai 2015: "Die Verwandlung: Sterben und Trauer 1914 bis 1918"

Schecklich schön - Kriegserinnerung aus Munition; © Museum für Sepulkralkultur

Einhundert Jahre ist es her, dass die Bevölkerung Europas mit einer bis dahin nicht vorstellbaren Dimension des Mordens, Sterbens und Leides konfrontiert wurde. Während Millionen Soldaten auf den Schlachtfeldern den Tod fanden, starben hunderttausende Zivilisten allein in Deutschland an Hunger und Krankheit.

Die Ausstellung zeigt, wie man zwischen 1914 und 1918 in Deutschland mit diesen grauenhaften Erfahrungen umging, wie man offiziell und privat auf diese Katastrophe reagierte, wie Künstler und "Normalbürger" versuchten, das Trauma zu bewältigen, wie Schriftsteller die Ereignisse deuteten und welche Medien und Mittel man nutzte, um die verschiedenen Haltungen, Empfindungen und Absichten zu artikulieren.

"Schrecklich schön. Kriegserinnerungen aus Munition" Angesichts der verheerenden Wirkung neuer Waffen mögen die Erinnerungsgegenstände aus Munitionsteilen, die die Soldaten selbst herstellten oder von der Schmuckindustrie produzieren ließen, heute befremdlich wirken. Dennoch gilt es, sie aus ihrer Zeit heraus zu betrachten, erfüllten sie doch spezifische erinnerungskulturelle Funktionen. In zahlreichen Romanen über den Ersten Weltkrieg ist von diesem Phänomen die Rede - das heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Viele dieser Granatführungsringe, Patronenhülsen und Kartuschen, weiter verarbeitet zu Armreifen, Vasen, Brieföffnern oder Raucherutensilien enthält die Sammlung Gerhard Seib. Jene in Umfang und Vielgestaltigkeit einmalige Sammlung wurde 2014 vom Förderverein Stadtmuseum Erfurt erworben. 100 Jahre nach Beginn des Krieges wird die Ausstellung nun im Museum für Sepulkralkultur gezeigt. Sie bietet einen repräsentativen Überblick über diese "schrecklich schönen" Kriegserinnerungen aus Munition.



Kontakt

Institution: Museum für Sepulkralkultur
Telefon: +49 561 91893-0
Telefax: +49 561 91893-10
Anschrift: Weinbergstraße 25-27
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.sepulkralmuseum.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr / immer um 18 Uhr öffentliche Führung
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 6,00 Euro
Ermäßigt: 4,00 Euro
Freier Eintritt: Kinder unter 6 Jahren, AFD- und ICOM-Mitglieder
Am ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 20 Uhr
Arbeitslose:: 2,50 Euro
Familienkarte:: 10,00 Euro - max. 2 Erwachsene und Kinder unter 16 Jahren
Veröffentlicht am:   24. 03. 2015  


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