Bei der Casseler Freyheit beherrschen Gaukler und Spielleute die Kasseler Innenstadt. Das alljährlich am letzten Wochenende im Oktober gefeierte Fest steht unter dem Motto "Straßenkunst".
Die Geschäfte der Innenstadt sind zum entspannten Stöbern und Einkaufen von 13 bis 18 Uhr geöffnet. An vielen Plätzen der Innenstadt werden Sie von Musikanten, Stelzenläufern, Jongleuren, Comedia del Arte-Darstellern und vielem mehr überrascht und unterhalten.
Besondere Programmpunkte können Sie an folgenden Standorten erwarten: Rathaus, Wilhelmsstraße, Opernplatz, Friedrichsplatz, Königsplatz und Untere Königsstraße.
In diesem Jahr ist die Casseler Freyheit eingebettet in einen Jahrmarkt. Von Freitag, 26. Oktober bis Dienstag, 30. Oktober 2012 bieten verschiedene Fahrgeschäfte und weiteren Attraktionen neue Programmpunkte für die ganze Familie.
Die Geschichte der Casseler Freyheit geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals veranlasste Landgraf Heinrich II die Gründung der Stadt "Freyheit", die außerhalb der Kasseler Stadttore lag. Mittelpunkt waren die Martinskirche und ein daneben errichtetes Rathaus, das aber längst verschwunden ist. Diese eigenständige Stadt wurde nach wenigen Jahrzehnten mit der Stadt Kassel vereinigt.
Der Name weist darauf hin, dass damals Bauherren von steuerlichen Lasten freigestellt wurden, dafür aber auch nicht im Schutz der Mauern wohnten.
Das Fest selbst geht zurück auf das Jahr 1336, als Landgraf Heinrich der Eiserne den Kasseler Kaufleuten die Erlaubnis erteilte, jährlich an vier Sonntagen im Rahmen eines Jahrmarktes ihre Waren feilzubieten.
Auch heute noch gilt das Recht, an "vier Sonntagen im Jahr zusätzlich Handel zu treiben".